
Cà di Press ist ein kleines, eigenständiges Weingut im Herzen der Langhe und steht für eine stille, authentische Form piemontesischer Weinkultur. Die Geschichte beginnt um 1900, als sich die Familie Pressenda in der Gemeinde Monforte d’Alba niederliess. In der Fraktion Perno bewirtschaftete die Familie einen landwirtschaftlichen Betrieb, zu dem von Anfang an auch der Rebbau gehörte. Über viele Jahrzehnte hinweg wurde nur ein kleiner Teil des Weins selbst vinifiziert, während der Grossteil der Trauben verkauft wurde. Das Haus, das bis heute Mittelpunkt des Familienlebens ist, gab dem Weingut seinen Namen und blieb über Generationen hinweg fest mit der Familie verbunden.
Heute wird Cà di Press von den beiden Schwestern Alice und Cristina Pressenda geführt, die dem Betrieb eine neue, zeitgemässe Identität gegeben haben, ohne seine Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Mit grosser Sensibilität für Natur, Böden und Reben arbeiten sie naturnah im Weinberg und verfolgen auch im Keller einen bewusst zurückhaltenden Ansatz. Die Vinifikation erfolgt mit minimalen Eingriffen, immer mit dem Ziel, Herkunft und Jahrgang möglichst unverfälscht im Wein sichtbar zu machen.
Die Produktion ist bewusst klein gehalten und umfasst rund 8’000 Flaschen pro Jahr. Diese limitierte Menge erlaubt eine präzise Arbeit in allen Phasen, vom Rebberg bis zur Abfüllung, und spiegelt sich in der Klarheit und Authentizität der Weine wider. Cà di Press steht für eine neue Generation von Winzerinnen in den Langhe, die Tradition nicht kopieren, sondern weiterdenken und mit eigener Handschrift interpretieren.
Die Weine zeigen Charakter, Tiefe und eine bemerkenswerte Balance, ohne je laut oder überzeichnet zu wirken. Sie sind Ausdruck eines Terroirs, das auch abseits der bekannten Namen immer wieder Überraschungen bereithält. Cà di Press beweist eindrucksvoll, dass wahre Qualität nicht von Grösse abhängt, sondern von Haltung, Konsequenz und dem tiefen Verständnis für die eigene Herkunft.
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Barbera d’Alba von Ca’ di Press bringt die Energie der Hügel von Monforte d’Alba auf den Punkt. Die Trauben stammen aus Parzellen der Fraktion Perno, einer Lage, die für kraftvolle, zugleich geschmeidige Barberas bekannt ist. Hier reift Barbera auf südöstlich ausgerichteten Hängen, was für intensive Aromen und eine präzise Struktur sorgt. Die Gärung startet spontan, ganz ohne Reinzuchthefen. Rund zwei Wochen bleibt der Most auf den Schalen, bevor der junge Wein im Stahltank ruht. Während der kalten Wintermonate stabilisiert er sich auf natürliche Weise draussen, ohne Schönung oder Filtration. Acht Monate Ausbau im Edelstahl und anschliessende neun Monate Flaschenreife verleihen diesem Barbera seinen ausgewogenen, klaren Stil. Im Glas zeigt er ein Rubinrot mit leicht granatroten Reflexen. Das Duftbild vereint rote Beeren, florale Nuancen wie Veilchen und würzige Akzente. Am Gaumen verbindet sich saftige Frucht mit Frische und einer feinen, eleganten Textur, wie sie typisch für Ca’ di Press ist. Ob Antipasti, Pasta, helle Fleischgerichte oder Käse: Dieser Barbera d’Alba passt mühelos zu vielen Gerichten und zeigt dabei stets seine unverfälschte Handschrift. Die limitierte Produktion von nur 3'000 Flaschen unterstreicht den handwerklichen Charakter dieses Weins.

Langhe Nebbiolo von Ca’ di Press entfaltet den Charakter der Hügel von Monforte d’Alba in einem Stil, der auf Klarheit und Präzision setzt. Die Trauben stammen aus Parzellen in Perno, einer historischen Unterzone der Gemeinde, wo Nebbiolo in den Subvarietäten Michet und Lampia auf südöstlich ausgerichteten Hängen wächst. Das Terroir liefert die Grundlage für einen Wein, der Eleganz und Struktur auf natürliche Weise verbindet. Die spontane Gärung ohne den Einsatz von Reinzuchthefen und eine rund 25-tägige Maischestandzeit verleihen dem Nebbiolo eine fein geschichtete Aromatik. Nach acht Monaten im Stahltank und weiteren neun Monaten Flaschenreife präsentiert sich der Wein ungeschönt, unfiltriert und ganz im Sinne einer puristischen Handschrift. Etwa 3’500 Flaschen entstehen pro Jahrgang; zusätzlich werden rund 150 Magnumflaschen abgefüllt. Im Glas zeigt sich ein intensives Rubinrot. In der Nase verbinden sich rote Beeren mit Anklängen von Lakritze und floralen Nuancen wie Veilchen. Am Gaumen wirkt der Langhe Nebbiolo trocken, klar und vollmundig, getragen von Frische und einem spürbaren, harmonisch eingebundenen Tannin. Die stilistische Nähe zum Barbera des Hauses wird in der lebendigen Säurestruktur und der geradlinigen Textur sichtbar. Seine Vielseitigkeit macht ihn zum idealen Begleiter einer breiten Palette italienischer Küche: von Antipasti über Pastagerichte bis hin zu Geflügel und mittelkräftigen Käsesorten. Ein Langhe Nebbiolo, der das Potenzial von Perno mit authentischer Handwerkskunst verbindet und einen unverfälschten Blick auf die Handschrift von Ca’ di Press bietet.

Barolo Comune di Monforte d’Alba von Ca’ di Press bringt die ganze Ausdruckskraft der Lagen rund um die Fraktion Perno in konzentrierter, klarer Form ins Glas. Die Trauben aus den steilen Parzellen werden spontan vergoren, ohne den Einsatz von Reinzuchthefen. Rund zwanzig Tage Maischekontakt im Stahltank formen Struktur und Finesse, bevor der junge Wein für etwa zwanzig Monate im grossen Fass aus slawonischer Eiche zur Ruhe kommt. Die Abfüllung erfolgt unfiltriert und ungeschönt, ganz im Sinne eines authentischen, handwerklich geprägten Barolo. Der Charakter ist von einer feinen, präzisen Frucht getragen: Trockenblüten, Lakritze, Menthol und rote Beeren ziehen sich klar und duftig durch das Bouquet. Am Gaumen zeigt sich eine elegante Linie, getragen von reifem Tannin und einer saftigen Frische, die dem Wein viel Energie gibt. Die Produktion ist mit etwas über 4’300 Flaschen bewusst klein gehalten – ein Barolo, der die Handschrift von Monforte d’Alba mit subtiler Kraft und grosser Transparenz widerspiegelt.

Barolo Perno von Ca’ di Press zeigt, wie feinfühlig Nebbiolo aus Monforte d’Alba sein kann, wenn er aus charakterstarken Parzellen stammt und mit absoluter Sorgfalt vinifiziert wird. Die Trauben wachsen in der Fraktion Perno, einem traditionsreichen Teil von Monforte, dessen südöstliche Ausrichtung und kalkhaltige Böden für Spannung, Reife und aromatische Präzision sorgen. Seit dem Jahrgang 2020 trägt der Wein offiziell die geografische Herkunftsbezeichnung Perno und unterstreicht damit seinen klar definierten Cru-Charakter. Die Vinifikation folgt einem naturnahen Ansatz. Die Gärung startet spontan, ganz ohne Reinzuchthefen, wodurch die Eigenart des Terroirs uneingeschränkt zum Ausdruck kommt. Nach dem schonenden Abbeeren bleiben die Beeren rund drei Wochen auf der Maische im Stahltank, bevor der Barolo für 20 Monate in grossen Fässern aus slawonischer Eiche reift. Der Ausbau verleiht ihm Struktur und Ruhe, ohne den filigranen Kern zu überlagern. Abgefüllt wird er unfiltriert und ungeschönt, was seine Energie und Tiefe vollständig bewahrt. Die Produktion bleibt bewusst klein gehalten und liegt bei etwas über 4300 Flaschen. Im Duft zeigt sich ein vielschichtiges Bild aus trockenen Blüten, Menthol, Lakritze und roten Beeren. Mit etwas Luft treten Noten von reifer Kirsche und Pflaume hervor, begleitet von Tabak und dezenten Gewürzanklängen. Am Gaumen wirkt der Perno warm und zugleich erstaunlich elegant, getragen von reifem, engmaschigem Tannin und einer saftigen, lebendigen Frische. Die Balance sorgt für ein langes, anhaltendes Finale und macht den Wein zu einem ausdrucksstarken Botschafter seines Cru. In der Küche harmoniert der Barolo Perno hervorragend mit kräftigen Gerichten. Er passt ideal zu geschmortem Fleisch, Wild, gereiftem Käse oder herzhaften Ragùs und begleitet selbst aromatische Schokoladenkreationen mit natürlicher Selbstverständlichkeit.
