Weine und Spezialitäten aus dem Piemont

Der Langhe Chardonnay Bastìa von Conterno Fantino ist ein ausdrucksstarker Weißwein aus dem Piemont, der durch seine Balance aus Kraft und Eleganz überrascht. Entstanden in den hochgelegenen Lagen Ginestra und Bricco Bastìa rund um Monforte d’Alba, profitiert dieser reinsortige Chardonnay von einem kühlen Mikroklima und kalkreichen Lehmböden mit hohem Sandanteil. Die Rebzeilen ziehen sich zwischen 300 und 550 Metern Höhe über die sanften Hügel, ausgerichtet nach Osten und Westen, was dem Reifeprozess zusätzliche Komplexität verleiht. Die Trauben werden Anfang September von Hand gelesen und als ganze Frucht schonend gepresst. Die alkoholische und malolaktische Gärung findet in französischen Eichenfässern unterschiedlicher Größe statt, darunter auch 500- und 600-Liter-Fässer. Dieser differenzierte Ausbau, kombiniert mit regelmäßigem Batonnage, sorgt für ein fein abgestimmtes Gleichgewicht aus Frucht, Struktur und Mineralität. Der Holzeinsatz bleibt dabei bewusst zurückhaltend, um die Klarheit und Herkunft des Weins nicht zu überdecken, sondern gezielt zu unterstreichen. Im Glas präsentiert sich der Bastìa in einem klaren Zitronengelb mit silbernen Reflexen. Die Nase öffnet sich mit gelben Früchten wie Mirabelle und Apfel, gefolgt von eingelegten Pflaumen, einem Hauch Vanille, Lorbeerblatt und subtiler Blütenwürze. Was folgt, ist ein vielschichtiger, vibrierender Gaumen mit salzigen, kalkigen Noten, die fast an große Rieslinge erinnern. Die Säurestruktur ist präzise, die Textur cremig, mit Nuancen von Aprikose, Mandarine und frisch gepresstem Orangensaft. Diese Kombination aus Frische und Tiefe macht ihn zu einem der bemerkenswertesten Chardonnays aus Italien.

Der Langhe Bianco Prinsìpi von Conterno Fantino ist ein vielschichtiger und eleganter Weisswein, der mit seiner Herkunft aus Monforte d’Alba tief in der piemontesischen Weinbautradition verwurzelt ist. Bereits im Jahr 2007 brachte Fabio Fantino den ersten Jahrgang auf die Flasche – ein Projekt, das mit der Pflanzung junger Chardonnay-Reben auf einem eigens dafür ausgewählten Rebberg seinen Anfang nahm. Die Entwicklung des Weins blieb dabei nicht stehen. Seit dem Jahrgang 2017 ergänzt Manzoni Bianco, eine charaktervolle Kreuzung aus Riesling und Pinot Bianco, die Cuvée und verleiht ihr zusätzliche Frische und aromatische Tiefe. Die Weinberge für den Prinsìpi liegen in unterschiedlichen Höhenlagen zwischen 200 und 580 Metern über dem Meeresspiegel und sind nach Osten und Westen ausgerichtet. Diese abwechslungsreiche Exposition sorgt für ein ausgewogenes Mikroklima, das von den kühlen Morgenstunden und der wärmenden Nachmittagssonne profitiert. Der Untergrund ist kalk- und lehmhaltig mit sandigen Einschlüssen – eine Bodenstruktur, die sich ideal für den Anbau von Chardonnay und Manzoni Bianco eignet. Die Rebstöcke wurden in mehreren Etappen zwischen 2000 und 2016 gepflanzt und wachsen nach dem Guyot-System in einer Pflanzdichte von 5.500 bis 6.000 Stöcken pro Hektar. Die Lese erfolgt stets manuell rund um Ende August, wenn die Trauben ihren optimalen Reifegrad erreicht haben. In der Kellerei setzt man auf eine besonders schonende Verarbeitung. Nach einer kurzen Kaltmazeration erfolgt die alkoholische Gärung temperaturkontrolliert in Edelstahltanks, auf den eigenen Hefen. Auch die Reifung geschieht ausschließlich im Edelstahl, wodurch die Primäraromen der Rebsorten bewahrt bleiben und der Wein seine klare, präzise Stilistik entfalten kann. Im Glas zeigt sich der Prinsìpi frisch und einladend, mit Noten von reifen Zitrusfrüchten, gelbem Apfel, floralen Anklängen und einem Hauch mineralischer Würze. Am Gaumen überzeugt er mit lebendiger Struktur, feiner Säure und einem sauberen, langanhaltenden Finale. Er zeigt das Gespür und die Sorgfalt, mit der bei Conterno Fantino auch Weissweine vinifiziert werden – subtil, präzise und authentisch piemontesisch.

Der Akazienhonig von Mariangela Prunotto stammt aus den blühenden Landschaften des Piemonts und wird im Mai geerntet. Er präsentiert sich klar und flüssig mit einem zarten, strohgelben Farbton. Sein feiner, blumiger Duft und die elegante Süße machen ihn zu einem besonders vielseitigen Honig, der weit mehr ist als nur ein natürlicher Süßstoff. In der Küche entfaltet dieser Honig seine ganze Raffinesse: Ob zum Frühstück auf frischem Brot, als milde Süße im Joghurt oder im Zusammenspiel mit Mascarpone und Blauschimmelkäse – sein harmonischer Charakter sorgt stets für ein ausgewogenes Geschmackserlebnis. Auch in der herzhaften Küche zeigt er seine Stärke, wenn er Saucen zu Fleisch oder Fisch eine feine, aromatische Tiefe verleiht. Die Imkerei Prunotto setzt auf einen respektvollen, naturnahen Ansatz. Die Bienenvölker werden nach der traditionellen Wanderimkerei geführt, sodass die unterschiedlichen Blüten des Piemonts optimal genutzt werden können. Der Honig ist rein, naturbelassen, nicht filtriert und nicht pasteurisiert – ein authentisches Produkt, das den Einklang zwischen Natur und Handwerk widerspiegelt. Dieser Akazienhonig vereint piemontesische Tradition mit höchster Qualität und ist ein Genuss, der pur oder in kreativen Kombinationen begeistert.

Amaro Ulrich wurde 1854 nach dem Rezept von Dr. Domenico Ulrich geboren und wird heute von der Distilleria Marolo dank jahrelanger Erfahrung in der Likörbranche überarbeitet.

Das ursprüngliche Rezept für den Americano aus dem frühen 19. Jahrhundert basiert auf der Kombination von Weißweinmost, der den Geschmack mit italienischem Brandy und mehr als 25 Kräutern, Gewürzen, Wurzeln und Samen intensiviert. Genau wie Wermut werden für das Rezept des Americano mehr oder weniger die gleichen Kräuter verwendet. Im frühen 19. Jahrhundert übernahm Contratto die Produktion von Americano Bianco und Rosso, die im Vergleich zum Wermut einen süßeren Geschmack haben. Die Funktion des Americano ist die gleiche wie die der Wermuts: Sie sind ausgezeichnete Aperitifs, die allein getrunken werden, oder eine ausgezeichnete Basis für Cocktails.

Hellgelbe Farbe. Intensive, einladende Nase, gut strukturiert, präsente Frucht, gute Länge. Passt ausgezeichnet als Apéro und zu Vorspeisen.

Der Langhe Arneis Aurelia DOC von Massimo Rivetti ist ein frischer, eleganter Weisswein aus dem Piemont, der die feine und aromatische Seite der Rebsorte Arneis zeigt. Die Trauben stammen aus der Gemeinde Mango in der Langhe, wo die Reben auf rund 500 Metern Höhe wachsen. Die südöstliche Ausrichtung des 1,6 Hektar grossen Weinbergs sorgt für eine ausgewogene Reife, während der kalkhaltige Boden dem Wein Frische, Präzision und mineralische Spannung verleiht. Verwendet wird ausschliesslich Arneis, eine traditionelle weisse Rebsorte des Piemonts, die für duftige, trockene und fein strukturierte Weissweine steht. Im Glas zeigt sich der Langhe Arneis Aurelia von Massimo Rivetti mit heller, strohgelber Farbe und einem feinen, einladenden Duft. Das Bukett erinnert an weisse Blüten, Birne, Apfel, Zitrusfrüchte, etwas Pfirsich und zarte Kräuternoten. Am Gaumen wirkt der Wein trocken, frisch und harmonisch, mit klarer Frucht, lebendiger Säure und einer dezenten mineralischen Note. Der Ausbau im Stahltank bewahrt die Frische der Rebsorte und unterstreicht den geradlinigen, eleganten Charakter dieses piemontesischen Weissweins. Die Ernte erfolgt in der zweiten Septemberdekade. Nach der Lese wird der Arneis in temperaturkontrollierten Edelstahltanks bei rund 13 °C vergoren. Die Gärung dauert etwa 15 Tage, anschliessend reift der Wein für 4 Monate im Stahltank. Diese kühle, präzise Vinifikation betont die Frucht, die florale Aromatik und die klare Struktur des Weins. Das Ergebnis ist ein Langhe Arneis, der unkomplizierte Trinkfreude mit Herkunft und handwerklicher Sorgfalt verbindet. Der Langhe Arneis Aurelia DOC ist ein vielseitiger Weisswein für Apéro, leichte Küche und mediterrane Gerichte. Er passt sehr gut zu Antipasti, Vitello tonnato, Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Gemüsegerichten, Risotto, frischem Käse und Pasta mit feinen Saucen. Auch zu klassischen piemontesischen Vorspeisen macht er eine ausgezeichnete Figur, da seine Frische und seine dezente Aromatik Speisen begleitet, ohne sie zu dominieren. Serviert wird der Langhe Arneis Aurelia idealerweise bei etwa 6 °C in einem breiten tulpenförmigen Glas. Bei richtiger Lagerung in liegenden Flaschen besitzt der Wein laut Produzent ein Potenzial von 5 bis 8 Jahren. Damit eignet er sich nicht nur als frischer Weisswein für den direkten Genuss, sondern auch für alle, die einen hochwertigen Arneis aus der Langhe mit etwas Entwicklungspotenzial suchen.
Die Baci di Dama alla nocciola von Officina Nobili Bontà sind eine liebevolle Hommage an eine piemontesische Pâtisserie-Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Der Legende nach entstand diese zart-schmelzende Spezialität in den Küchen des italienischen Königshauses – zwei feine Kekshälften, vereint durch eine Schicht dunkler Schokolade, wie ein süßer Kuss. Gefertigt nach dem Originalrezept und ausschließlich mit biologischen Zutaten, stehen diese Baci di Dama für handwerkliche Qualität, Regionalität und natürlichen Genuss. Die gerösteten Giffoni-Haselnüsse bilden das aromatische Herzstück der feinen Mürbeteigplätzchen. Ihr nussiges Profil wird durch frischen piemontesischen Butter und italienisches Weizenmehl der Type „0“ aus einer lombardischen Mühle ergänzt – Zutaten, die in ihrer Reinheit und Herkunft kompromisslos gewählt sind. Das Ergebnis ist ein harmonisch ausbalancierter Keks: außen fein mürbe, innen mit zartschmelzender Schokolade verbunden – ein kleines Meisterwerk der italienischen Backkunst. In ihrer eleganten Verpackung sind die Baci di Dama alla nocciola nicht nur ein authentischer Genussmoment, sondern auch ein stilvolles Geschenk mit Charakter. Bio, gut und rundum italienisch – so schmeckt ein echter Keks-Kuss aus dem Piemont.

In der Nase Kirschen, Rosenblüten, Dörrobst, Nüsse und etwas Tabak. Kräftiger Gaumen mit feinen Tanninen und gut eingebundener Säure. Die Aromen der Nase wiederholen sich und begleiten bis in den langen und komplexen Abgang. Grosses Lagerpotenzial!

Strukturierte Tannine, gut eingebunden. Frische Fruchtfülle von getrockneten Kirschen, Rosen, Cranberrys und Hagebutten.





