Kampanien

Der Aglianico DOP Sannio von Janare zeigt die ernste, gleichzeitig zugängliche Seite Kampaniens. Die Rebsorte Aglianico liefert im Sannio Beneventano zuverlässig Tiefe, Würze und Struktur, ohne in Schwere abzudriften. Die Trauben kommen aus einer konsequenten Selektion der Janare-Weinberge, verteilt über verschiedene Lagen zwischen 100 und 400 Metern Höhe. Ausgenommen bleiben die alluvialen Talböden, stattdessen prägen unterschiedliche Terroirs den Stil: vulkanische Ignimbritböden, fluviale Terrassen und alte dunkle Böden auf marnösen Hügeln. Diese Mischung aus Bodenarten, Morphologien und Mikroklimata wird Jahr für Jahr so zusammengestellt, dass ein klarer, wiedererkennbarer Charakter entsteht und die Qualität konstant bleibt. Im Weinberg stehen rund 3.500 Rebstöcke pro Hektar im Guyot-System, die Reben sind im Schnitt etwa 15 Jahre alt. Gelesen wird in der ersten Dekade im Oktober, also früher als beim Piedirosso, was den Fokus stärker auf Präzision und Spannung legt. Im Keller bleibt der Kurs bewusst puristisch. Die Maischestandzeit beträgt etwa sieben Tage, mit wenigen Remontagen, um Frucht und Tannin sauber zu formen. Vergärung und malolaktische Gärung laufen vollständig im Edelstahltank bei 22 bis 24 °C. Auch der Ausbau findet überwiegend in Stahl statt, nur 20 Prozent des finalen Blends reifen in französischem Holz. Das bringt zusätzliche Kontur, ohne die klare Sortenprägung zu überdecken. Abgefüllt wird im Dezember des Jahres nach der Lese, was dem Wein Zeit gibt, sich zu setzen und runder zu werden. Im Glas wirkt der Aglianico intensiv, mit violetten Reflexen. In der Nase verbinden sich Kirschnoten mit einer spürbaren, aber eleganten Würze. Am Gaumen zeigt er sich dicht und einhüllend, mit voller Aromatik und präsenten, dabei seidig wirkenden Tanninen. Das Ergebnis ist ein Rotwein mit Substanz, der dennoch geschmeidig bleibt und dadurch vielseitig am Tisch funktioniert. Kulinarisch passt der Aglianico DOP Sannio besonders gut zu Pasta und ersten Gängen mit kräftigem Fleischragù, zu Suppen und Pasta mit Hülsenfrüchten sowie zu roten Fleischgerichten, ob gebraten oder geschmort. Auch Hartkäse und gereifte Käse harmonieren sehr stimmig, weil die Struktur des Weins genug Rückgrat hat, um mit intensiveren Aromen mitzuhalten.

Der Lucchero DOP Sannio Aglianico ist die Cru-Interpretation von Janare und wirkt wie ein Aglianico mit deutlich mehr Tiefgang, Detail und Reife. Die Trauben stammen aus Weinbergen der ersten Hügelkette im Sannio Beneventano, auf 120 bis 400 Metern Höhe. Hier trifft ein vielschichtiges Bodenmosaik auf sanfte Hänge und alluviale Terrassen: sandig-kiesige, tiefgründige und eher trockene Terrassenböden, dazu die alten dunklen terre nere der marnösen Hügel, humusreich, zäh und gut strukturiert. Unterhalb der bearbeiteten Schicht zeigt sich der Kontrast aus karbonatreichen, hellen Horizonten und einem fein gezeichneten, schluffig-tonigen Untergrund mit Ocker- und Grautönen. Dieses Zusammenspiel macht den Cru so eigenständig, weil die Reben je nach Exposition und Bodencharakter anders reagieren und genau daraus die Komplexität entsteht. Entscheidend ist dabei das präzise Harmonisieren der einzelnen Parzellen von Jahrgang zu Jahrgang, damit am Ende ein stimmiges, konstant hochwertiges Gesamtbild entsteht. Im Weinberg stehen rund 4.000 Rebstöcke pro Hektar im Guyot-System, die Reben sind im Schnitt etwa 15 Jahre alt. Die Erträge werden bewusst moderat gehalten, etwa 60 bis 80 Quintale pro Hektar, zusätzlich wird im August ausgedünnt, um die Produktion zu optimieren und die Traubenqualität zu fokussieren. Gelesen wird in der zweiten Oktoberhälfte, von Hand, anschließend werden die Trauben sowohl automatisch als auch manuell selektioniert. Die Maischestandzeit liegt bei rund zehn Tagen mit wenigen Remontagen, um Extraktion und Tanninprofil kontrolliert aufzubauen. Vergoren wird im Edelstahltank bei 24 bis 26 °C, die malolaktische Gärung findet in Barriques statt, was dem Wein früh mehr Rundung und Textur mitgibt. Der Ausbau setzt klar auf Holzarbeit mit Gefühl für Balance. Rund 20 Prozent des finalen Blends reifen in neuem französischem Holz, die restlichen 80 Prozent in Barriques im zweiten Durchgang. Die Zeit im Fass beträgt etwa sechs bis acht Monate, danach folgt ein weiteres élevage in Zementtanks, das Struktur bündelt und die Aromatik präzise nachzeichnet, ohne den Wein zu polieren. Abgefüllt wird im Herbst, zwei Jahre nach der Lese, was die Stilistik nochmals definierter und harmonischer macht. Im Glas zeigt sich ein intensives Rot mit violetten Reflexen. In der Nase stehen dichte Frucht und klare Kirschanklänge im Vordergrund, dazu kommen würzige Nuancen und eine feine, vanillige Note aus dem Holz. Am Gaumen wirkt der Lucchero einhüllend und konzentriert, mit Druck, Länge und vollen, aber seidig geformten Tanninen. Insgesamt entsteht ein Aglianico, der gleichzeitig kraftvoll und geschliffen ist, mit spürbarer Cru-Handschrift und dem Anspruch, auch über den Moment hinaus zu tragen. Kulinarisch passt der Lucchero DOP Sannio Aglianico zu kräftigen ersten Gängen mit Fleischsugo, zu Hülsenfrüchte-Gerichten und zu roten Fleischgerichten aus dem Ofen. Sehr stimmig sind außerdem gereifte Hartkäse, weil die Dichte des Weins und die Würze des Essens sich gegenseitig hochziehen, ohne dass eine Seite die andere überdeckt.

50:50 Cuvee von zwei autochthonen Traubensorten aus Kampanien. Rubinrot mit Aromen von Sauerkirsche, Hagebutte und Gewürzen. Am Gaumen frisch, ausgewogen und mit guter Struktur.

Die Trauben für den Costa d'Almalfi wachsen auf diversen grösseren und kleineren Terrassen zwischen 300 und 400 Metern Meereshöhe in der Zone von Cetara und Raito. Er besteht aus 60% Falanghina und 40% Biancolella.

Dal Re Aglianico Irpinia DOC von Feudi di San Gregorio ist ein charaktervoller Rotwein aus Kampanien und zeigt Aglianico in einer zugänglichen, saftigen und zugleich strukturierten Form. Feudi di San Gregorio gehört zu den wichtigsten Produzenten Süditaliens und hat wesentlich dazu beigetragen, die historischen Rebsorten Irpiniens wieder stärker sichtbar zu machen. Dal Re stammt aus der Linie der Selezioni und bringt die dunkle Frucht, Würze und Tiefe des Aglianico in einer etwas weicheren, früher zugänglichen Stilistik ins Glas. Im Glas zeigt sich der Wein in einem leuchtenden Rubinrot. Die Nase erinnert an kleine rote Früchte wie Sauerkirsche und Himbeere, dazu kommen Lakritz und süsse Gewürze. Am Gaumen wirkt der Dal Re weich, ausgewogen und aromatisch anhaltend. Die Tannine sind spürbar, aber geschmeidig eingebunden, wodurch der Wein trotz seiner Struktur sehr harmonisch wirkt. Der Ausbau erfolgt für rund sechs Monate in französischen Barriques, danach bleibt der Wein noch im Stahltank und reift mindestens sechs Monate in der Flasche. Diese Kombination bringt dezente Würze und zusätzliche Rundung, ohne die frische Frucht des Aglianico zu überdecken. Der Wein bleibt dadurch klar, saftig und typisch für die Herkunft Irpinia. Dal Re Aglianico Irpinia DOC ist ein vielseitiger Rotwein zu Pasta mit Ragù, gegrilltem Fleisch, Lamm, Salsiccia, gereiftem Käse und kräftigen Gemüsegerichten. Ein Aglianico aus Kampanien, der die Handschrift von Feudi di San Gregorio mit Frucht, Würze und angenehmer Struktur verbindet.

Der Le Mattine Irpinia Falanghina DOC von Azienda Agricola Fonzone ist ein strukturierter Weisswein aus Kampanien, der zeigt, wie eigenständig und hochwertig Falanghina in der Irpinia interpretiert werden kann. Die Trauben stammen aus dem Falanghina-Weinberg in der Contrada Mattine innerhalb der Tenuta Fonzone in Paternopoli, in der Provinz Avellino. Die Lage befindet sich auf rund 380 Metern Höhe, ist nach Nordosten ausgerichtet und liegt auf sandig-lehmigen Böden. In der Nähe des Weinbergs fliesst der Bach Ifalco, der das Mikroklima mildert und zur langsamen, ausgewogenen Reife der Trauben beiträgt. Für den Le Mattine verwendet Fonzone 100 Prozent Falanghina, eine autochthone weisse Rebsorte Kampaniens, die hier mit besonderer Tiefe und Präzision ausgebaut wird. Die Reben wurden 2011 gepflanzt und wachsen in Spaliererziehung mit Guyot-Schnitt bei einer Pflanzdichte von 4500 Rebstöcken pro Hektar. Die Erträge liegen bei rund 70 Doppelzentnern pro Hektar. Geerntet wird nicht in einem einzigen Durchgang, sondern in vier verschiedenen Leseschritten von Anfang bis Ende Oktober. Diese gestaffelte Ernte erlaubt es, unterschiedliche Reifegrade der Falanghina gezielt einzufangen und später zu einem vielschichtigen, harmonischen Wein zusammenzuführen. Die Vinifikation des Le Mattine ist besonders sorgfältig und auf Komplexität ausgelegt. Jede der vier Lesepartien wird separat verarbeitet und rund zwölf Monate getrennt ausgebaut. Die erste Partie wird nach einer Kühlphase der Trauben entrappt und im Edelstahltank vergoren. Die zweite, etwa eine Woche später gelesene Partie durchläuft eine zwölfstündige Kaltmazeration im Stahl, bevor Most und Wein im gleichen Behälter weiterreifen. Die dritte Partie erhält eine längere Maischestandzeit von drei Tagen im Edelstahltank. Die späteste Lese wird in Terrakotta-Amphoren mazeriert und während sechs bis acht Monaten ausgebaut. Danach werden die vier Partien im Edelstahl assembliert, wo der Wein weitere sechs Monate ruht. Vor der Freigabe folgt eine 18-monatige Flaschenreife. Insgesamt reift der Le Mattine 36 Monate, was für eine Falanghina aussergewöhnlich ist und dem Wein seine Tiefe, Struktur und gastronomische Vielseitigkeit verleiht. Im Glas zeigt sich der Le Mattine Irpinia Falanghina DOC in mehr oder weniger intensivem Strohgelb. In der Nase entfaltet sich ein elegantes Bouquet mit Noten von Zitrusschale, Ginsterblüten, feiner Gebäcknote und einem leicht rauchigen Akzent. Am Gaumen wirkt dieser Weisswein aus Kampanien frisch, salzig und lebendig, zugleich aber auch stoffig und gut strukturiert. Die markante Sapidität wird von reifer Frucht und einer vibrierenden Säure getragen. Im langen Finale bleiben Zitrusnoten und ein feiner, leicht mandelartiger Nachhall. Der Le Mattine ist damit keine einfache, leichte Falanghina, sondern ein anspruchsvoller Weisswein mit Herkunft, Substanz und eigenständigem Ausbauprofil. Der Le Mattine von Fonzone passt hervorragend zu Antipasti und ersten Gängen der kampanischen Küche, sowohl mit Fisch als auch mit Fleisch. Besonders stimmig ist er zu Linguine ai frutti di mare, Risotto alla pescatora, Genovese bianca mit Fleisch, Cavatelli mit Ragù aus hellem Fleisch, Parmigiana di melanzane und Käse mittlerer Reife. Auch zu mediterranen Gemüsegerichten, Krustentieren, würziger Pasta und aromatischen Fischgerichten zeigt dieser Falanghina aus der Irpinia seine ganze Stärke. Serviert wird er idealerweise bei 10 bis 12 Grad in einem mittelgrossen bis grossen Weissweinglas mit leicht verengter Öffnung. Wer eine hochwertige Falanghina online kaufen möchte, findet im Le Mattine Irpinia Falanghina DOC von Fonzone einen charaktervollen Weisswein aus Kampanien mit Frische, salziger Mineralität, feiner Frucht und bemerkenswerter Struktur. Die lange Reife, der Ausbau in Edelstahl und Terrakotta-Amphore sowie die gestaffelte Lese machen diesen Wein zu einer besonderen Interpretation der Rebsorte Falanghina und zu einem spannenden Begleiter für die mediterrane Küche.

Der Fiano di Avellino DOCG von Azienda Agricola Fonzone ist ein eleganter Weisswein aus Kampanien, der die frische, florale und mineralisch geprägte Seite der Irpinia zeigt. Die Trauben stammen aus den Gemeinden San Potito Ultra und Montefredane in der Provinz Avellino, zwei hoch gelegenen Herkunftsorten mit idealen pedoklimatischen Bedingungen für Fiano. Fonzone beschreibt diesen Wein als Ausdruck des Terroirs, bei dem die Vinifikation darauf ausgerichtet ist, die aromatische Integrität der Rebsorte zu bewahren. Für den Fiano di Avellino von Fonzone wird 100 Prozent Fiano verwendet, eine der renommiertesten autochthonen Weissweinsorten Süditaliens. Die Rebberge liegen auf 500 und 580 Metern Höhe, mit südlicher und südwestlicher Ausrichtung. Die Böden sind lehmig geprägt, die Reben wurden 1993 und 1995 gepflanzt und wachsen mit einer Pflanzdichte von rund 3300 Rebstöcken pro Hektar. In San Potito Ultra erfolgt die Erziehung in Spalierform, während in Montefredane noch die alte Raggiera Avellinese gepflegt wird. Diese Kombination aus Höhenlage, alten Rebanlagen und traditioneller Erziehung gibt dem Wein seine klare Herkunft, seine feine Struktur und seine besondere aromatische Tiefe. Die Trauben werden in der ersten Oktoberdekade von Hand gelesen und in kleinen Kisten in den Keller gebracht. Nach sorgfältiger Selektion folgen kurze und längere Maischestandzeiten im Edelstahltank sowie eine schonende Pressung. Die Gärung findet temperaturkontrolliert bei 14 bis 16 Grad statt und dauert rund einen Monat. Anschliessend werden die einzelnen Partien assembliert, bevor der Wein acht Monate im Edelstahl bei Temperaturen unter null Grad auf der Feinhefe reift. Dadurch erhält der Fiano di Avellino zusätzliche Textur, Präzision und Länge, ohne seine Frische und die sortentypische Eleganz zu verlieren. Im Glas zeigt sich der Fiano di Avellino DOCG in hellem Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase entfalten sich feine florale und fruchtige Aromen, die an Zitrusfrüchte, Orangenblüte, Lindenblüte und Mandelpaste erinnern. Am Gaumen wirkt der Wein frisch, ausgewogen und anhaltend, mit einer sauberen Säurestruktur, feiner Frucht und einem eleganten, harmonischen Finale. Dieser Fiano ist kein lauter Weisswein, sondern ein präziser, subtiler und charaktervoller Vertreter der Irpinia, der seine Qualität vor allem über Balance, Frische und aromatische Feinheit zeigt. Der Fiano di Avellino von Fonzone passt hervorragend zu maritimen Aperitivi, Austern, Fischgerichten, Krustentieren und Scampi. Auch zu grilliertem Gemüse, frischen und mittelgereiften Käsesorten, Burrata und jungem Caciocavallo zeigt dieser Weisswein aus Kampanien seine vielseitige Seite. Besonders stimmig wirkt er zu regionalen Klassikern wie Mozzarella in Carrozza, Frittura di Paranza oder Baccalà alla Napoletana. Serviert wird er idealerweise bei 8 bis 10 Grad in einem mittelgrossen Glas mit enger Öffnung, damit die feinen Aromen konzentriert bleiben und der Wein nicht zu stark oxidiert. Wer einen hochwertigen Fiano di Avellino online kaufen möchte, findet im Fiano di Avellino DOCG von Fonzone einen ausdrucksstarken Weisswein aus Kampanien mit Herkunft, Frische und Eleganz. Er eignet sich als feiner Begleiter zur mediterranen Küche, zu Fisch und Meeresfrüchten, aber auch als charaktervoller Weisswein für alle, die italienische Weine mit mineralischer Spannung, floraler Aromatik und präziser Struktur schätzen.

Helles Strohgelb, unverwechselbarer mediterraner und zarter Fruchtduft der Amalfi-Küste. Ergänzt durch Fruchtaromen wie grüner Apfel, Grapefruit und Zitrone. Am Gaumen ausgewogen und würzig, mit einer leichten Dominanz der säuerlichen Note, welche die Frische der Aromen unterstützt.

Helles Strohgelb mit goldenen Reflexen, in der Nase kräftiges Bouquet von Aprikosen, Blumen und exotischen Früchten. Am Gaumen reife Fruchtaromen, getrocknete Aprikosen und Rosinen, weich und dicht mit schöner Mineralität. Langer und komplexer Abgang.

Die Trauben für den Furore Rosso wachsen auf diversen grösseren und kleineren Terrassen zwischen 200 und 500 Metern Meereshöhe in der gleichnamigen Gemeinde. Er besteht aus Aglianico und Piedirosso zu gleichen Teilen.





