CHF 20.00
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| Produzent: | Luigi Einaudi |
|---|---|
| Jahrgang: | 2023 |
| Trinkreife: | bereit 1-3 Jahre |
| Denominazione: | DOC |
| Region: | Piemont |
| Traubensorten: | Barbera |
| Anzahl Rebsorten: | Reinsortig |
| Flaschengrösse: | 75 cl |
| Serviertemperatur: | 16-18° C |
| Brennwert | kcal / kj |
| Fett | g |
| davon gesättigte Fettsäuren | g |
| Kohlenhydrate | g |
| davon Zucker | g |
| Ballaststoffe | g |
| Eiweiss | g |
| Salz | g |
Poderi Poderi Luigi Einaudi aus Dogliani ist vor allem eines: eine Familiengeschichte, die sich über Generationen wie ein roter Faden durch die Langhe zieht und dabei nie den Bezug zum Ursprung verliert. Der Anfang liegt 1897 in Cascina di San Giacomo, als Luigi Einaudi den ersten Besitz erwarb und damit den Grundstein für ein Weingut legte, das bis heute für präzise, elegante Piemont-Weine steht. Überliefert ist, dass keine Weinlese ohne ihn stattfand, selbst dann nicht, wenn ihn die Aufgaben als Gouverneur der Bank von Italien oder Minister und Präsident nach Rom führten. Diese Konstanz im Denken und Handeln prägt die Marke bis heute und erklärt, warum bei Poderi Luigi Einaudi Herkunft nicht als Marketingformel, sondern als gelebte Haltung wirkt.
Nach Luigi übernahm sein zweiter Sohn Roberto Einaudi die Verantwortung, in Dogliani geboren und eng mit der Cascina verwurzelt. In der Gymnasialzeit in Turin traf er auf geistige Größen wie Cesare Pavese, Norberto Bobbio und Massimo Mila, Begegnungen, die seine Sicht auf Kultur, Sprache und Zeitgeist prägten. Beruflich schlug er als Maschinenbauingenieur eine starke Karriere in der Eisen- und Stahlindustrie ein und war zusammen mit Agostino Rocca einer der Gründer der Techint Group. Doch der Faden nach Dogliani riss nie. Der Ort blieb Bezugspunkt, das Land blieb Energiequelle und im Hintergrund wurde Roberto zum stillen Motor der Erneuerung, getragen von Optimismus, Neugier und einem tiefen Vertrauen in Menschen und Möglichkeiten.
Ende der 1980er Jahre verschob sich der Schwerpunkt wieder klar nach Dogliani, als Paola, Robertos Tochter, Mailand verließ und gemeinsam mit Giorgio Ruffo in die Langhe zurückkehrte, um die Leitung zu stärken. Mit Beharrlichkeit, Enthusiasmus und gezielten Investitionen wurde die historische Marke neu belebt, kommerziell stabilisiert und qualitativ geschärft. In dieser Phase gewann der Stil sichtbar an Eleganz, ohne die Typizität des Territoriums zu verlieren, genau jene Balance, die anspruchsvolle Kundschaft beim italienischen Wein sucht. Gleichzeitig entstand ein Team, das bis heute als zentrales Fundament des Weinguts gilt, getragen von lokaler Verankerung, handwerklicher Präzision und einer spürbaren Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft in Dogliani.
Heute steht Matteo Sardagna an der Spitze der Poderi. Eine steinerianische Ausbildung und ein Architekturstudium prägen den Blick auf Struktur, Proportion und Details, während lange Aufenthalte in den Langhe und Kindheitsspaziergänge durch die Weinberge mit dem Großvater Roberto die Bindung an das Land tief verankerten. Dazu kommt ein ausgeprägtes Interesse an Kunstgeschichte, besonders an moderner und zeitgenössischer Kunst, das sich in einem bewussten Umgang mit Tradition und Gegenwart spiegelt. Aus dieser Mischung entsteht ein Selbstverständnis, das das Familienerbe nicht konserviert, sondern weiterentwickelt, mit dem Anspruch, Poderi Luigi Einaudi als weltweit anerkannte Marke zu positionieren, ohne Dogliani als Herkunftskern zu verwässern.
Genau hier setzt auch das Profil der Weine an. Im Mittelpunkt steht Dolcetto di Dogliani DOCG, also jener Ausdruck, der Dogliani als Referenzzone für Dolcetto etabliert hat. Saftige Frucht, frische Spannung und ein fein herbes, oft an Mandeln erinnerndes Finale machen den Stil unverwechselbar und gleichzeitig sehr trinkanimierend. Ergänzt wird das Bild durch die große Langhe-Spannweite bis zum Barolo DOCG, der die Tiefe, Struktur und das Reifepotenzial des Piemont zeigt, etwa über Lagen wie Cannubi oder Terlo mit der Vigna Costa Grimaldi. So entsteht ein Sortiment, das Dogliani nicht nur als Herkunft nennt, sondern in unterschiedlichen Stilistiken erlebbar macht.



