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| Produzent: | Luigi Einaudi |
|---|---|
| Jahrgang: | 2021 |
| Trinkreife: | bereit + 5-8 Jahre |
| Denominazione: | DOCG |
| Region: | Piemont |
| Traubensorten: | Nebbiolo |
| Anzahl Rebsorten: | Reinsortig |
| Flaschengrösse: | 75 cl |
| Serviertemperatur: | 17-18° C |
Der Barolo Ludo von Poderi Luigi Einaudi ist ein Barolo DOCG aus 100 Prozent Nebbiolo, der die klassischen Konturen der Langhe sehr präzise abbildet und gleichzeitig schon früh erstaunlich zugänglich wirkt. Die Trauben stammen aus den Gemeindegebieten Barolo, Monforte d’Alba und Verduno, mit prägenden Zonen wie Cannubi und Terlo in Barolo, Bussia in Monforte d’Alba sowie Monvigliero in Verduno. Süd bis südöstliche Exposition, kalkhaltiger Mergelboden und Höhenlagen von rund 220 bis 350 Metern sorgen für Struktur, Spannung und aromatische Klarheit; die Reben wurden zwischen 1967 und 2002 gepflanzt.
Im Glas zeigt sich ein dichtes Granatrot, teils mit rubinrotem Schimmer und ziegelfarbenen Nuancen. In der Nase treten sehr typische Barolo-Aromen hervor: rote Früchte und Sauerkirsche, dazu eine feine Minznote und würzige Anklänge. Mit etwas Luft kommen oft kühler Rauch, ein Hauch Teer sowie florale Nuancen in Richtung getrocknetes Rosenblatt und dunklere Frucht wie Dörrpflaume dazu. Am Gaumen wirkt der Barolo Ludo voll, ätherisch und trocken, mit guter, klarer Struktur. Das Tannin ist straff, bleibt aber saftig eingebunden, wodurch der Wein kompakt, rund und bemerkenswert anhaltend ausklingt.
Vergoren wird in temperaturgesteuerten Stahl- und Zementtanks bei etwa 30 bis 32 Grad, mit rund 25 Tagen Mazeration bis zum Abschluss der malolaktischen Gärung. Anschliessend reift der Wein im Eichenfass und erhält zusätzliche Ruhe in der Flasche, was dem Nebbiolo mehr Tiefe und Kontur gibt, ohne die Frische zu verlieren.
Als Stil ist das ein Barolo, der in jungen Jahren schon Freude macht, in starken Jahrgängen jedoch problemlos lange Strecke kann. Die empfohlene Genussreife liegt bei über 10 Jahren, in sehr guten Jahren sind auch rund 20 Jahre Lagerpotenzial realistisch. Mit kräftigen Fleischgerichten, Schmorgerichten, Pilzgerichten und gereiftem Hartkäse entsteht die klassische Barolo-Bühne, auf der die würzige Länge besonders gut zur Geltung kommt.
| Brennwert | kcal / kj |
| Fett | g |
| davon gesättigte Fettsäuren | g |
| Kohlenhydrate | g |
| davon Zucker | g |
| Ballaststoffe | g |
| Eiweiss | g |
| Salz | g |
Poderi Poderi Luigi Einaudi aus Dogliani ist vor allem eines: eine Familiengeschichte, die sich über Generationen wie ein roter Faden durch die Langhe zieht und dabei nie den Bezug zum Ursprung verliert. Der Anfang liegt 1897 in Cascina di San Giacomo, als Luigi Einaudi den ersten Besitz erwarb und damit den Grundstein für ein Weingut legte, das bis heute für präzise, elegante Piemont-Weine steht. Überliefert ist, dass keine Weinlese ohne ihn stattfand, selbst dann nicht, wenn ihn die Aufgaben als Gouverneur der Bank von Italien oder Minister und Präsident nach Rom führten. Diese Konstanz im Denken und Handeln prägt die Marke bis heute und erklärt, warum bei Poderi Luigi Einaudi Herkunft nicht als Marketingformel, sondern als gelebte Haltung wirkt.
Nach Luigi übernahm sein zweiter Sohn Roberto Einaudi die Verantwortung, in Dogliani geboren und eng mit der Cascina verwurzelt. In der Gymnasialzeit in Turin traf er auf geistige Größen wie Cesare Pavese, Norberto Bobbio und Massimo Mila, Begegnungen, die seine Sicht auf Kultur, Sprache und Zeitgeist prägten. Beruflich schlug er als Maschinenbauingenieur eine starke Karriere in der Eisen- und Stahlindustrie ein und war zusammen mit Agostino Rocca einer der Gründer der Techint Group. Doch der Faden nach Dogliani riss nie. Der Ort blieb Bezugspunkt, das Land blieb Energiequelle und im Hintergrund wurde Roberto zum stillen Motor der Erneuerung, getragen von Optimismus, Neugier und einem tiefen Vertrauen in Menschen und Möglichkeiten.
Ende der 1980er Jahre verschob sich der Schwerpunkt wieder klar nach Dogliani, als Paola, Robertos Tochter, Mailand verließ und gemeinsam mit Giorgio Ruffo in die Langhe zurückkehrte, um die Leitung zu stärken. Mit Beharrlichkeit, Enthusiasmus und gezielten Investitionen wurde die historische Marke neu belebt, kommerziell stabilisiert und qualitativ geschärft. In dieser Phase gewann der Stil sichtbar an Eleganz, ohne die Typizität des Territoriums zu verlieren, genau jene Balance, die anspruchsvolle Kundschaft beim italienischen Wein sucht. Gleichzeitig entstand ein Team, das bis heute als zentrales Fundament des Weinguts gilt, getragen von lokaler Verankerung, handwerklicher Präzision und einer spürbaren Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft in Dogliani.
Heute steht Matteo Sardagna an der Spitze der Poderi. Eine steinerianische Ausbildung und ein Architekturstudium prägen den Blick auf Struktur, Proportion und Details, während lange Aufenthalte in den Langhe und Kindheitsspaziergänge durch die Weinberge mit dem Großvater Roberto die Bindung an das Land tief verankerten. Dazu kommt ein ausgeprägtes Interesse an Kunstgeschichte, besonders an moderner und zeitgenössischer Kunst, das sich in einem bewussten Umgang mit Tradition und Gegenwart spiegelt. Aus dieser Mischung entsteht ein Selbstverständnis, das das Familienerbe nicht konserviert, sondern weiterentwickelt, mit dem Anspruch, Poderi Luigi Einaudi als weltweit anerkannte Marke zu positionieren, ohne Dogliani als Herkunftskern zu verwässern.
Genau hier setzt auch das Profil der Weine an. Im Mittelpunkt steht Dolcetto di Dogliani DOCG, also jener Ausdruck, der Dogliani als Referenzzone für Dolcetto etabliert hat. Saftige Frucht, frische Spannung und ein fein herbes, oft an Mandeln erinnerndes Finale machen den Stil unverwechselbar und gleichzeitig sehr trinkanimierend. Ergänzt wird das Bild durch die große Langhe-Spannweite bis zum Barolo DOCG, der die Tiefe, Struktur und das Reifepotenzial des Piemont zeigt, etwa über Lagen wie Cannubi oder Terlo mit der Vigna Costa Grimaldi. So entsteht ein Sortiment, das Dogliani nicht nur als Herkunft nennt, sondern in unterschiedlichen Stilistiken erlebbar macht.



