CHF 16.50
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| Produzent: | Luciano Sandrone |
|---|---|
| Alkohol: | 13 % |
| Jahrgang: | 2023 |
| Trinkreife: | bereit + 2-3 Jahre |
| Denominazione: | DOC |
| Region: | Piemont |
| Traubensorten: | Dolcetto |
| Anzahl Rebsorten: | Reinsortig |
| Flaschengrösse: | 75 cl |
| Serviertemperatur: | 16-18° C |
Auf den höchsten Hügeln im Barolo-Gebiet wird in elf Lagen Dolcetto angebaut: es sind die sogenannten „Weißen Böden“ mit einem hohen Kalkanteil.
Der Dolcetto d’Alba 2016 ist ein junger, unbeschwerter Wein, auf seine Art komplex und sehr kräftig.
Die Farbe ist intensiv rubinrot und durch die zahlreichen violetten Reflexe sehr lebendig. Der Duft ist überschwänglich, fruchtig mit Noten von Sauerkirsche, Pflaume und roter Konfitüre. Ätherische Duftnoten begleiten die würzigen, die mit der Zeit stärker hervortreten. Im Geschmack trocken und verhalten warm, kräftig und gefällig mit einer angenehm dezenten Bitternote im Nachhall.
Weinberge in: Monforte d’Alba, Cascina Pe Mol, Castelletto Novello, Ravera und Rocche di San Nicola.
Die Mazeration und Gärung findet in offenen Stahl-Bottichen statt. Die nachträgliche Malolaktische Gärung und Reifung wird im Stahltank durchgeführt. Der Wein reift noch 3 Monate in der Flasche.
| Brennwert | kcal / kj |
| Fett | g |
| davon gesättigte Fettsäuren | g |
| Kohlenhydrate | g |
| davon Zucker | g |
| Ballaststoffe | g |
| Eiweiss | g |
| Salz | g |
Die Geschichte des Weinguts Luciano Sandrone ist eng mit dem persönlichen Weg seines Gründers verbunden. Luciano Sandrone wurde 1947 in der Langhe geboren und stammte nicht aus einer Familie mit eigenem Weingut oder umfangreichem Rebbergsbesitz. Er erlernte den Weinbau und die Kellerarbeit in regionalen Betrieben und entwickelte früh die Vorstellung, unter seinem eigenen Namen Weine zu erzeugen. 1977 konnte er eine erste Parzelle in Cannubi Boschis erwerben, einer historisch bedeutenden Lage innerhalb der Gemeinde Barolo. Gemeinsam mit seiner Frau Mariuccia entschied er 1978, sich vollständig dem eigenen Betrieb zu widmen.
Da zu Beginn weder eine eigene Kellerei noch eine vollständige Infrastruktur vorhanden war, entstanden die ersten Weine in der Garage des Familienhauses. Die geringe Produktion erforderte viel Handarbeit und persönlichen Einsatz. Ein wichtiger Schritt folgte 1981 auf der Vinitaly in Verona, als ein amerikanischer Händler nahezu die gesamte verfügbare Produktion des ersten Barolo kaufte. Dieser frühe Erfolg eröffnete dem jungen Betrieb den Zugang zu internationalen Märkten und schuf die Grundlage für seinen weiteren Ausbau.
Luciano Sandrone wurde später häufig mit jener Generation piemontesischer Winzer in Verbindung gebracht, die dem Barolo in den 1980er- und 1990er-Jahren zu grösserer internationaler Aufmerksamkeit verhalf. Seine Arbeit lässt sich jedoch nicht auf die Gegenüberstellung von moderner und traditioneller Weinbereitung reduzieren. Im Mittelpunkt standen für ihn stets die Herkunft der Trauben, eine präzise Auswahl der Weinberge und eine kontrollierte, ausgewogene Vinifikation. Er suchte Weine mit Intensität und Struktur, die zugleich Duftigkeit, Harmonie und die Fähigkeit zu langer Reifung bewahren.
Mit dem Wachstum des Betriebs wurde die Arbeit zunehmend zu einem Familienprojekt. Mariuccia begleitete den Aufbau von Anfang an und widmete sich ab der Mitte der 1980er-Jahre vollständig dem Unternehmen. Lucianos Bruder Luca, ausgebildeter Önologe, trat ebenfalls in den Betrieb ein und übernahm wichtige Aufgaben in Weinberg und Keller. Tochter Barbara kehrte 1996 nach Barolo zurück und beteiligte sich an der organisatorischen und kommerziellen Entwicklung. Inzwischen arbeitet auch die jüngere Generation mit. Die Enkel Alessia und Stefano sowie der Neffe Giacomo wurden schrittweise in die Aufgaben des Familienbetriebs eingeführt.
Luciano Sandrone starb im Januar 2023. Das Weingut wird seither von der Familie in seinem Sinn weitergeführt. Seine Arbeitsweise, die genaue Kenntnis jeder Parzelle und der bewusste Verzicht auf ein unnötig breites Sortiment bilden weiterhin die Grundlage des Hauses. Bewirtschaftet werden rund siebenundzwanzig Hektaren in der Langa und im Roero. Der Betrieb konzentriert sich ausschliesslich auf die einheimischen roten Rebsorten Nebbiolo, Barbera und Dolcetto.
Das Sortiment umfasst sechs Weine. ALESTE ist ein Barolo aus Cannubi Boschis und trug bis zum Jahrgang 2012 den Namen der Lage. Die neue Bezeichnung verbindet die Namen von Lucianos Enkeln Alessia und Stefano und verweist auf die Weitergabe des Familienwerks an die nächste Generation. Barolo Le Vigne folgt der historischen Tradition, Nebbiolo aus mehreren sorgfältig ausgewählten Gemeinden und Lagen zu einer gemeinsamen Interpretation des Barolo-Gebiets zu verbinden. Mit Vite Talin wird ein weiterer Barolo erzeugt, dessen Ursprung auf eine besondere Rebe und die langjährige Beziehung zu einem alten Weinbauern zurückgeht.
Ergänzt werden die Baroli durch Valmaggiore Nebbiolo d'Alba aus den steilen Hängen des Roero sowie einen Barbera d'Alba und einen Dolcetto d'Alba. Ein kleiner Teil ausgewählter Nebbiolo-Weine wird im Rahmen des Projekts Sibi et Paucis unter kontrollierten Bedingungen im Weingut weitergelagert und erst mehrere Jahre nach der regulären Veröffentlichung angeboten. Dieses Vorgehen macht die langfristige Entwicklung der Weine zu einem festen Bestandteil der Arbeit des Hauses.
Luciano Sandrone steht heute für piemontesische Rotweine aus Barolo, der Langa und dem Roero, die aus einer engen Verbindung von Familiengeschichte, autochthonen Rebsorten und genau ausgewählten Weinbergen hervorgehen. Die von Luciano entwickelte Stilistik wird von seiner Familie mit derselben Konzentration auf Herkunft, Ausgewogenheit und Reifefähigkeit fortgeführt.





