
Die Geschichte dieses Hügels beginnt mit einem anderen Namen, dem des Monte della Guardia. Er gehörte Juliette Colbert, der letzten Marquise von Barolo, die Silvio Pellico Unterschlupf gewährte, als er aus österreichischen Gefängnissen kam, die im ganzen Piemont wohltätige Einrichtungen schuf, die einen Teil ihres Palazzo Barolo in Turin als Kindergarten für Arbeiterkinder zur Verfügung stellte und die nicht zuletzt BAROLO so schuf, wie wir es heute kennen. Die Marquise Juliette überließ den Hügel Giuseppe Boschis, der diese Weinberge bewirtschaftete. Seitdem wird der Hügel Bricco Boschis genannt.
Im Jahr 1928 erwarb der Urgroßvater Giacomo Cavallotto das gesamte Anwesen und gründete die Tenuta Cavallotto. Von hier an ist es eine Familiengeschichte. 1946 kelterten Olivio und Gildo unter den wachsamen Augen ihres Vaters Giuseppe und ihres Onkels Marcello zum ersten Mal die gesamte Traubenernte. Sie kreierten die ersten Flaschen, die ausschließlich aus Trauben von diesem Hügel hergestellt wurden.
1948 war ein Wendepunkt: der Weinkeller wurde vergrößert und die ersten Flaschen Barolo mit dem Etikett Cavallotto kamen in den Handel. Wir müssen bis zum Barolo des Jahrgangs 1967 warten, um das Etikett Bricco Boschis zu sehen. Seit 1970 wurde Bricco Boschis durch die Hinzufügung der einzelnen Weinberge, aus denen es besteht, genauer spezifiziert: Vigna San Giuseppe, Vigna Colle Sud-Ovest, Vigna Punta Marcello und die Barbera d'Alba Vigna Cuculo.
Im Jahr 1989 beschloss die Familie, ein weiteres Stück piemontesischer Weingeschichte zu erwerben: 60% des Cru Vignolo. Aus seinen rein vinifizierten Trauben entsteht der Barolo Riserva Vignolo. 1995 wurde aus den Trauben der Weinberge Colle Sud-Ovest und Punta Marcello der Barolo Non Riserva geboren, der Cru Bricco Boschis, ein direkter Nachkomme des von '48 bis '67 produzierten Weins.
Heute leitet die jüngste Generation - Alfio, Giuseppe und Laura - die Tenuta Cavallotto, ganz im Sinne der Tradition dieses Hügels und der Familie. Unterhalb des Bricco Boschis wurde die Abteilung für den Ausbau der edlen Weine eingerichtet, neben den Räumen für die Abfüllung und den Ausbau der Weine, die im Jahr 1994 entstanden sind und 2008 erweitert wurden. Die Geschichte geht weiter.
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Fruchtiger, kirschroter, mittelkräftiger Wein. Angenehm zarter Geschmack und ein klares Bukett.

Stammt in der Regel von den jüngsten Rebstöcken der Barolo Weinbergen. Hervorragende Struktur mit typischen Aromen von roten Früchten, Blumen und Gewürzen. Sehr intensiv und voll.

Ein tiefes, intensives Purpurrot. Breit und anhaltend, auffalend deutlich ruft er den Duft von Brombeeren, Himbeeren und Äpfel hervor. Gut strukturiert und mit nachhaltigem Geschmack.

Der Barolo Bricco Boschis ist eng mit einem einzigen Hügel bei Castiglione Falletto verbunden. Seit 1928 gehört der Bricco Boschis der Familie Cavallotto, die hier ihre Nebbiolo-Reben in den Parzellen Colle Sud-Ovest, Punta Marcello und San Giuseppe pflegt. Die Rebberge liegen auf 335 bis 350 Metern Höhe und sind nach Süden, Südosten und Südwesten ausgerichtet. Kalkhaltige Mergelböden, durchzogen von sandigen Schichten, verleihen diesem Barolo seine charakteristische Verbindung von Struktur und Eleganz. Die Arbeit im Rebberg ist bei Cavallotto von persönlichem Engagement geprägt. Alfio und Giuseppe Cavallotto begleiten als Önologen auch den Weinbau; die saisonalen Arbeiten in den Reben werden von Hand ausgeführt. Zwischen den Rebzeilen bleiben natürliche Gräser und Pflanzen erhalten, die nach dem Mähen zur Humusbildung beitragen und den Boden vor Erosion schützen. Im Keller vergärt der Nebbiolo mit einheimischen Hefen und bleibt über längere Zeit in Kontakt mit den Traubenschalen. Die anschliessende mehrjährige Reifung in grossen Fässern aus slawonischer Eiche gibt dem Wein Zeit, seinen Charakter zu entwickeln. Der Bricco Boschis zeigt ein intensives, vielschichtiges Bouquet und verbindet Kraft mit Eleganz und reifen, geschmeidigen Tanninen. Er besitzt ausgezeichnetes Entwicklungspotenzial, bewahrt dabei aber jene Zugänglichkeit, die für Cavallotto ebenso wichtig ist wie seine Langlebigkeit. Zu Vitello tonnato, kräftigen Fleischgerichten oder gereiftem Hartkäse zeigt dieser traditionsreiche Barolo aus den Langhe seine ganze Klasse.
