Umbrien

Colle alle Macchie zeigt eindrucksvoll, wie kompromisslos ein Sagrantino aus Montefalco wirken kann. Die Trauben stammen aus einem 1997 bepflanzten Weinberg auf rund 420 Metern Höhe, geprägt von tiefen, tonhaltigen Böden und einer warmen Südexposition. Dieses Terroir liefert optimale Bedingungen für die autochthone Sorte, die für ihre enorme Struktur und ihr markantes Tannin bekannt ist. Die Maischegärung zieht sich über etwa einen Monat und bildet die Basis für die ausgeprägte Intensität. Danach folgt ein Ausbau von drei Jahren in französischen Eichenfässern, gefolgt von zusätzlichen 18 Monaten Ruhezeit in der Flasche. Diese lange Reifephase bringt Balance in die jugendliche Kraft, lässt die Tannine geschmeidiger werden und verleiht dem Wein zusätzliche Tiefe. Im Glas präsentiert sich Colle alle Macchie mit dunkler Frucht, würzigen Facetten und einer beeindruckenden, kraftvollen Textur. Die Struktur bleibt klar definiert, das Tannin dicht, gleichzeitig wirkt alles harmonisch eingebunden. Mit zunehmender Reife entwickeln sich vielschichtige Aromen, eine saftige Frische und eine Eleganz, die den Charakter der Sorte perfekt einfängt. Der Wein zeigt eine Persönlichkeit voller Energie und Ausdruck, mit grosser Tiefe, anhaltender Komplexität und ausgezeichneter Lagerfähigkeit. Ein Sagrantino mit einer Spur wilder Eigenständigkeit – ganz im Stil von Giampaolo Tabarrini.

Intensives Strohgelb mit goldenen Reflexen. Das Bouquet ist vielschichtig mit floralen Noten von Mandelblüten, Weissdorn, sowie tropischen Früchten, gepaart mit würzigen Tönen und einem Anflug von Zedernholz.Im Mund zeigt er sich füllig, doch elegant und mit viel Frische.

Dichtes Rubinrot; reiches, intensives Bouquet mit fruchtigen Noten von Wildbeeren, Kirschen und Zitrusfrüchten sowie Anflüge von Kräutern. Elegant, frisch und etwas mineralisch im Gaumen mit einem lang anhaltenden fruchtigen Abgang.

Colle Grimaldesco von Giampaolo Tabarrini bringt die kraftvolle Identität des Sagrantino auf den Punkt. Die Reben stehen seit 1998 in einem hoch gelegenen Weinberg auf rund 420 Metern, geprägt von sandigen und tonhaltigen Böden – ein Terroir, das dieser umbrischen Sorte ihren unverwechselbaren Ausdruck verleiht. Sagrantino gilt als markant, mit reichlich Tannin und enormer Struktur, was sich in jungen Jahren oft ungestüm zeigt. Der lange Weg zur Reife prägt diesen Wein entscheidend. Nach rund einem Monat auf der Maische folgt ein dreijähriger Ausbau in französischen Eichenfässern, bevor ein weiteres Jahr Flaschenlagerung die letzten Kanten glättet. Mit dieser Geduld entsteht ein Sagrantino, der seine kraftvolle Natur behält, aber zugleich eine geschmeidige Balance entwickelt. Im Glas präsentiert sich ein tiefgründiger, charakterstarker Rotwein mit dunkler Frucht, feinen Kräuterakzenten und einer würzigen Holznote. Die Tannine wirken reif und dicht, getragen von lebendiger Frische. Am Gaumen verbindet sich Konzentration mit Eleganz, der Wein zeigt Länge, Komplexität und eine aromatische Tiefe, die typisch für Tabbarinis Stil ist. Colle Grimaldesco steht damit für authentischen, handwerklichen Sagrantino aus Montefalco – intensiv, langlebig und zugleich überraschend harmonisch.

Der Montefalco Rosso Boccatone von Giampaolo Tabarrini zeigt, wie kraftvoll und zugleich geschliffen ein Klassiker aus Umbrien auftreten kann. In der Cuvée dominiert Sangiovese, ergänzt von kleinen Anteilen Sagrantino und Barbera. Diese Kombination verbindet Eleganz, Duft und Spannung mit einer kernigen Struktur, wie sie für das Weingut typisch ist. Die lange Maischegärung von rund einem Monat sorgt für intensive Aromenextraktion, bevor der Wein für etwa 18 Monate in grossen Holzfässern und teilweise im Barrique reift. Dadurch gewinnt er an Tiefe, ohne seine lebendige Frische zu verlieren. Im Duft zeigen sich klare Kirsch- und Beerenaromen, unterlegt von feinen würzigen Noten. Am Gaumen wirkt er druckvoll, saftig und dennoch geschmeidig, getragen von reifen Tanninen und einer harmonischen Struktur. Ein charaktervoller Montefalco Rosso, der die Handschrift des Hauses Tabarrini unverkennbar trägt.

Dunkles, intensives Rubinrot; fein-würziges Bouquet von Pflaumen, Kirschen und Gewürzen. Im Gaumen elegant und ausgewogen mit Noten von reifen roten Früchten und einem nachhaltigen Abgang mit feinen Tanninen.

Adarmando von Tabbarini zeigt, wie viel Charakter Trebbiano Spoletino entfalten kann, wenn alte Reben, behutsame Vinifikation und echtes Handwerk zusammenkommen. Die Rebstöcke, aus denen dieser Weisswein stammt, wurden 1920 gepflanzt und wachsen auf etwa 350 Metern Höhe rund um Montefalco. Diese besondere Varietät, die nur in Umbrien nennenswert vertreten ist, bringt eine völlig andere Stilistik hervor als der weitverbreitete, eher neutrale Trebbiano. Hier zeigt sich Tiefe, Struktur und Ausdruckskraft. Im Keller bleibt alles bewusst reduziert. Der Most vergärt und reift rund ein Jahr lang im Stahltank, ganz ohne Holzeinsatz. Dadurch bleibt die Identität der Traube unverfälscht. Das Ergebnis präsentiert sich kraftvoll und dicht, mit leuchtender Farbe und einer Aromatik, die an Kern- und Steinobst erinnert. Saftige Noten, feine Kräuteranklänge und eine lebendige Struktur verleihen dem Wein beeindruckende Spannung. Adarmando ist kein leichter Terrassenwein, sondern ein Weisswein mit Substanz, der seine Stärken besonders am Tisch ausspielt. Ideal zu Antipasti, Fisch und Meeresfrüchten, gegrilltem Gemüse oder hellem Fleisch. Ein Umbrier mit Geschichte, Tiefgang und einem Stil, der Trebbiano Spoletino von seiner besten Seite zeigt.

Sie ist seit der Antike die bekannteste aller Hülsenfrüchte und wird sogar in der Bibel erwähnt (für einen Teller Linsen gab Esau seinem Bruder Jakob seine Erstgeburt). Die Linsen, welche Cuore Verde an den Hängen des Monte Subasio, dem Ökotyp Castelluccio, auf wenig ertragreichen, aber an Mikroelementen reichen Böden anbaut, verleihen angesichts der äußerst bescheidenen Produktion große organoleptische Qualitäten, sind leicht zu kochen und haben einen hervorragenden Geschmack, der den bekannteren Linsen, von denen sie abstammen, durchaus ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen ist.

Dunkles Rubin mit granatroten Reflexen; reiches, kräftiges Bouquet mit komplexen, fruchtigen Noten von Brombeeren, Pflaumen und Süssholz. Voller Gaumen mit vielschichtigen Noten von roten Früchten und präsenten Tanninen im Abgang. Ein anspruchsvoller, charaktervoller Wein mit tollem Alterungspotenzial!

Es handelt sich um den Abkömmling einer sehr geschätzten, köstlichen und kaum zu findenden Kletterbohne, die traditionell in kleinen Familiengärten in den Bergen zwischen Umbrien, Latium und den Abruzzen angebaut wird und ihren Namen aufgrund ihrer Form erhalten hat, die oft an die stumpfe Form von handgemachten Gnocchi erinnert. Sie wurde auch "Erbsenbohne" genannt, wiederum wegen ihrer für Erbsen charakteristischen Eigenschaft, dass sich die Samen im Inneren der Hülsen berühren, so dass die Enden nicht spitz oder rund, sondern abgeflacht und stumpf sind. Dieses Merkmal findet sich noch in einigen Samen der Gnocchetto, die durch Kreuzung mit der weißen Cocco di Spello entstanden ist, um sie zwergwüchsig und damit leichter anbaubar zu machen. In der Tat unterscheidet sie sich äußerlich kaum von diesem, obwohl sie viele ihrer Eigenschaften beibehält: Sie ist kompakt, wenn sie gekocht wird, hat eine sehr feine Textur und Haut am Gaumen und einen einzigartigen und unnachahmlichen Geschmack. Aufgrund dieser Eigenschaften und um sie von der weißen Cocco di Spello zu unterscheiden, empfehlen wir, die weiße Fagiolo di Spello im Ganzen zu verzehren und die weiße Cocco di Spello für Pürees und Cremes zu verwenden, obwohl beide in jeder Form sehr gut sind.

Mit hervorragenden geschmacklichen Eigenschaften und einer feinen Schale, die auf die Sorte, die Anbaumethode und vor allem auf die Anbaufläche zurückzuführen sind, heben sie sich deutlich von anderen, marktüblichen Sorten ab. Die von Cuore Verde angebaute Kichererbse ist eine sehr rustikale und gegen Pflanzenkrankheiten resistente Sorte, die sich besonders für den biologischen Anbau eignet. Zu diesen Eigenschaften kommen ein besonders schmackhafter Geschmack und eine dünne Haut, die sich beim Kochen nicht ablöst (wie es bei gewöhnlichen Kichererbsen oft der Fall ist). Ihre großen organoleptischen Qualitäten ergeben sich nicht nur aus der Sorte, sondern auch aus dem Boden, auf dem sie angebaut werden (wie Linsen), Mergel, die nicht sehr ertragreich, steinig, trocken, aber reich an Mikroelementen sind.
Ein Weg der Wiederentdeckung des Trebbiano Spoletino, einer autochthonen Rebsorte, die lange Zeit in Vergessenheit geraten war, obwohl sie sich in der Vergangenheit in den Hügeln zwischen Montefalco, Spoleto und Trevi großer Beliebtheit erfreute, was auch eine Entdeckung ihrer Vielseitigkeit in Bezug auf verschiedene Weinbereitungsmethoden ist. Dieses Potenzial ist überraschend und hat geführt, diese Rebsorte aus einer neuen und gleichzeitig alten Perspektive zu betrachten. Die Verwendung von Terrakotta- und Keramikamphoren, die spontane Gärung ohne Temperaturkontrolle, die biologische Bewirtschaftung der Weinberge und die lange Mazeration auf den Schalen machen denTrebbiano Spoletino Anteprima Tonda zu einem Wein, der das Terroir auf natürliche und biologische Weise zum Ausdruck bringt und eine wenig bekannte Berufung des Gebiets für die Herstellung von Weißweinen mit großem Alterungspotenzial offenbart. Der Anteprima Tonda ist ein Vorgeschmack auf den Vigna Tonda, einen Cru, welcher mit ähnlichen Techniken hergestellt werden wird, dessen Trauben aber ausschließlich von dem eigenen "Vigna Tonda" stammen werden, einem Weinberg, der bereits in der ersten Karte des Weinguts aus dem Jahr 1902 verzeichnet war, in seiner charakteristischen kreisförmigen Form neu zu bepflanzen, wobei man sich an den Merkmalen der alten Anlage orientierte. Eine Neupflanzung, die noch zu jung ist, um als reif für den Wein zu gelten.

Leuchtendes Rubinrot; Fruchtiges, blumiges Bouquet mit deutlichen Noten von roten Beeren und Kirschen. Lebendig und ausgewogen im Gaumen mit einem geschmeidigen und frischen Abgang.

Eine wenig bekannte Bohne, aber von großem Wert und würdig für die besten Gaumen. Der Cocco Bianco ist eine sehr schmackhafte Bohne mit einer dünnen Schale, die sich für alle klassischen Bohnenarten (sie ist exquisit all'uccelletto) und besonders für samtige Suppen eignet.

