Oseleta-Weine: seltene Rotweine aus Venetien
Oseleta gehört zu den seltensten und charaktervollsten roten Rebsorten Italiens. Ihre Heimat liegt in Venetien, genauer gesagt in der Provinz Verona und in den Hügeln der Valpolicella. Dort wird die alte autochthone Traube vor allem als wertvoller Bestandteil traditionsreicher Cuvées verwendet. Sie verleiht Valpolicella, Ripasso, Amarone und Recioto zusätzliche Farbe, Struktur, Würze und ein bemerkenswertes Reifepotenzial. Nur wenige Weingüter bauen Oseleta reinsortig aus, weshalb entsprechende Weine selbst unter Kennern als ausgesprochene Raritäten gelten.
Die besten Oseleta Weine präsentieren sich tiefdunkel, konzentriert und zugleich überraschend frisch. Typisch sind Aromen von schwarzen Kirschen, Brombeeren, Heidelbeeren und dunklen Pflaumen. Hinzu kommen häufig Noten von Kräutern, schwarzem Pfeffer, Erde, Tabak oder dunkler Schokolade. Ihre ausgeprägten Tannine und ihre lebendige Säure machen die Rebsorte besonders interessant für langlebige Rotweine. Reinsortige Oseleta-Weine benötigen häufig einige Jahre Flaschenreife, bevor sich ihre anfänglich straffe Struktur harmonisch öffnet.
Oseleta ist eng mit der Weinlandschaft rund um Verona verbunden. Die Sorte wird kaum ausserhalb dieser Region kultiviert und verkörpert deshalb in besonderer Weise die lokale Rebkultur Venetiens. Während Corvina, Corvinone und Rondinella das bekannte Fundament vieler Valpolicella-Weine bilden, übernimmt Oseleta meist eine ergänzende Rolle. Bereits ein kleiner Anteil kann einer Cuvée mehr Tiefe, Farbe und tanninbetonte Spannung verleihen. In reinsortiger Form zeigt sie dagegen ihre gesamte kraftvolle Persönlichkeit.
Hochwertige Oseleta-Weine entstehen meist in sehr kleinen Mengen. Die Rebsorte liefert niedrige Erträge, besitzt kleine Beeren und ergibt beim Pressen deutlich weniger Saft als viele andere Sorten. Ursache dafür sind die festen Beerenschalen, die relativ grossen Kerne und das geringe Verhältnis von Fruchtfleisch zu Schale und Kernen. Diese Eigenschaften erschweren eine wirtschaftliche Produktion, sorgen zugleich aber für eine hohe Konzentration an Farbe, Gerbstoffen und aromatischen Bestandteilen.
Biologische Oseleta-Weine entstehen dort, wo die seltene Sorte mit einem naturnahen oder zertifiziert biologischen Weinbau verbunden wird. Aufgrund der kleinen Rebflächen ist das Angebot jedoch begrenzt. Die biologische Bewirtschaftung sagt zunächst etwas über den Anbau im Weinberg aus, während der spätere Ausbau von den Entscheidungen des jeweiligen Weinguts abhängt. Bei einer sorgfältigen Vinifikation kann Oseleta ihre herkunftsgeprägte, intensive und langlebige Art besonders klar zum Ausdruck bringen.
Wer Oseleta-Wein online kaufen möchte, findet sowohl reinsortige Spezialitäten als auch hochwertige Cuvées, in denen die Traube eine wichtige ergänzende Funktion übernimmt. Die Rebsorte eignet sich besonders für Liebhaber strukturierter italienischer Rotweine, die neben bekannten Klassikern aus Venetien auch seltene autochthone Sorten kennenlernen möchten.

Interessantes über die Oseleta-Rebsorte
Schon der Name Oseleta verweist vermutlich auf eine kuriose Besonderheit der Sorte. Er wird meist vom venetischen Dialektwort für Vögel (osei) oder kleine Vögel abgeleitet. Die kleinen, spät reifenden und im vollreifen Zustand süssen Beeren sollen bei Vögeln besonders beliebt gewesen sein. Oseleta wird deshalb gelegentlich zu den sogenannten uve uccelline gezählt, also zu jenen lokalen Trauben, deren Namen mit ihrer Anziehungskraft auf Vögel in Verbindung gebracht werden. Eine abschliessend dokumentierte Erklärung für die Namensgebung existiert allerdings nicht. Die volkstümliche Deutung ist in der Region dennoch weit verbreitet.
Die Seltenheit der Oseleta ist nicht nur eine Folge historischer Veränderungen, sondern auch ihrer biologischen Eigenschaften. Sie bildet kleine, kompakte Trauben mit kleinen, blau-schwarzen Beeren. Die Schalen sind dick, die Kerne im Verhältnis zum Fruchtfleisch auffallend gross. Dadurch entsteht weniger Most, während gleichzeitig viele Farb- und Gerbstoffe in den Wein gelangen können. Für Winzer bedeutet dies niedrige Erträge und eine vergleichsweise geringe Saftausbeute. Für den Wein bedeutet es intensive Farbe, markante Tannine und ein hohes Potenzial für einen langen Ausbau und eine ausgedehnte Flaschenreife.
Geschichte und Anbaugebiet der Oseleta-Weine in Italien
Die Ursprünge der Oseleta liegen in Venetien. Als ihre engere Heimat gilt die Provinz Verona, insbesondere die Valpolicella nördlich und nordwestlich der Stadt. Die historische Weinlandschaft erstreckt sich über Hügelzüge, Täler und Hanglagen zwischen Verona, dem Etschtal und dem Gardasee. Kalkstein, Mergel, vulkanisch geprägte Böden und unterschiedliche Höhenlagen schaffen dort ein vielfältiges Mosaik an Standorten.
Die genaue Entstehungsgeschichte der Rebsorte ist nur lückenhaft dokumentiert. Oseleta wurde traditionell zusammen mit anderen lokalen roten Sorten angebaut und häufig in gemischten Weinbergen kultiviert. In solchen Anlagen standen unterschiedliche Rebsorten nebeneinander und wurden teilweise gemeinsam gelesen und verarbeitet. Die Traube diente vermutlich dazu, Farbe, Tannin und Haltbarkeit der Weine zu verbessern. Ihre Eigenständigkeit spielte dabei eine geringere Rolle als ihre Wirkung innerhalb einer Cuvée.
Der historische Weinbau der Valpolicella beruhte über Jahrhunderte auf einer grossen Vielfalt lokaler Sorten. Neben den heute bekannten Rebsorten existierten zahlreiche kleinere Varietäten und regionale Biotypen. Viele davon verloren im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts an Bedeutung. Rebkrankheiten, die Reblaus, wirtschaftliche Krisen und der Übergang zu stärker standardisierten Weinbergen führten zu einer deutlichen Reduktion dieser Vielfalt.
Oseleta war von dieser Entwicklung besonders betroffen. Ihre niedrigen Erträge und die geringe Mostausbeute machten sie wirtschaftlich unattraktiv. Nach der Reblauskrise wurden viele europäische Weinberge auf amerikanische Unterlagsreben gepfropft und neu angelegt. Dabei bevorzugten Winzer häufig Sorten, die verlässlichere Ernten versprachen. Oseleta wurde nur selten berücksichtigt und geriet zunehmend in Vergessenheit.
Erst die Wiederentdeckung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts leitete eine Wende ein. Besonders seit den 1980er-Jahren wurde die alte Sorte systematisch untersucht und erneut angepflanzt. Das Veroneser Weingut Masi und die Familie Boscaini spielten dabei eine zentrale Rolle. Nach Versuchen mit kleinen Mengen wurde Oseleta schrittweise wieder in ausgewählte Weine integriert. Später entstanden auch reinsortige Interpretationen.
Die Wiederbelebung der Oseleta zeigt, wie wichtig engagierte Familienbetriebe und lokale Winzer für den Erhalt der italienischen Rebsortenvielfalt sind. Ohne gezielte Selektion, Neupflanzung und jahrelange Versuche wäre die Sorte möglicherweise vollständig verschwunden. Heute ist Oseleta zwar weiterhin selten, besitzt aber wieder einen festen Platz im Bewusstsein vieler Produzenten der Valpolicella.
Das wichtigste Anbaugebiet bleibt bis heute die Valpolicella. Sie umfasst die historische Valpolicella Classica im Westen sowie weitere Zonen östlich von Verona und im Valpantena-Tal. Oseleta steht dort meist nur auf kleinen Parzellen. Im Vergleich zu Corvina, Corvinone oder Rondinella ist ihre Rebfläche verschwindend gering.
Bekannte Oseleta-Weine entstehen sowohl innerhalb der Appellationen der Valpolicella als auch unter regionalen Herkunftsbezeichnungen wie Veneto IGT oder Rosso Veronese IGT. In Valpolicella, Amarone und Recioto wird die Sorte gewöhnlich als kleiner Bestandteil einer Cuvée eingesetzt. Reinsortige Weine werden dagegen meist unter einer geografischen Angabe vermarktet, da die klassischen Herkunftsbezeichnungen auf traditionellen Rebsortenmischungen beruhen.
Die bekannteste Verbindung besteht mit Amarone della Valpolicella. Dieser kraftvolle trockene Rotwein wird aus angetrockneten Trauben erzeugt. Corvina oder Corvinone bilden üblicherweise den Hauptanteil, während Rondinella und weitere zugelassene lokale Sorten die Mischung ergänzen können. Oseleta bringt dabei zusätzliche Farbe, Gerbstoffe und würzige Tiefe ein. Aufgrund ihrer festen Schalen und ihrer natürlichen Konzentration eignet sie sich grundsätzlich gut für die Verarbeitung angetrockneter Trauben.
Auch im Valpolicella Ripasso kann Oseleta eine wichtige Nebenrolle spielen. Beim Ripasso-Verfahren wird ein bereits vergorener Valpolicella nochmals mit den Schalen und Rückständen aus der Amarone- oder Recioto-Produktion in Kontakt gebracht. Der Wein gewinnt dadurch an Körper, Alkohol, Struktur und aromatischer Intensität. Enthält die ursprüngliche Cuvée Oseleta, verstärkt sie häufig die dunkle Frucht und das tanninbetonte Rückgrat.
Recioto della Valpolicella zeigt eine weitere Seite der regionalen Tradition. Der süsse Rotwein entsteht ebenfalls aus angetrockneten Trauben, die Gärung wird jedoch beendet, bevor der gesamte Zucker vergoren ist. Oseleta kann hier mit ihrer Säure und ihren Gerbstoffen dazu beitragen, die Süsse auszugleichen und dem Wein mehr Spannung zu verleihen.
Reinsortige Oseleta-Weine folgen keinem einheitlichen Stil. Einige Produzenten setzen auf lange Maischestandzeiten und einen ausgedehnten Ausbau im Holz. Andere wählen eine sanftere Extraktion, um die kräftigen Tannine nicht übermässig zu betonen. Manche Weine entstehen aus frischen Trauben, andere aus teilweise angetrocknetem Lesegut. Die besten Beispiele verbinden Konzentration mit Frische und vermeiden eine ausschliesslich schwere oder überreife Wirkung.
Biologische Oseleta-Weine sind aufgrund der geringen Gesamtproduktion nur eingeschränkt verfügbar. Ihr Auftreten zeigt jedoch, dass der Erhalt alter Rebsorten und eine nachhaltigere Bewirtschaftung miteinander verbunden werden können. Gerade kleinere Parzellen, alte lokale Sorten und eine handwerklich geprägte Produktion passen häufig zu Betrieben, die den Weinberg als langfristiges Ökosystem verstehen.
Ausserhalb Venetiens besitzt Oseleta keine nennenswerte Bedeutung. Sie ist somit keine italienweit verbreitete Rebsorte, sondern eine regionale Spezialität. Genau diese enge geografische Bindung macht sie für Liebhaber italienischer Weine interessant. Oseleta erzählt nicht von einem internationalen Geschmacksbild, sondern von einer konkreten Landschaft, ihrer Geschichte und der Beharrlichkeit ihrer Winzer.
Eigenschaften der Oseleta Traube und des Weins
Oseleta ist eine rote Rebsorte mit kleinen, dicht gepackten Trauben und kleinen blau-schwarzen Beeren. Die Beerenschale ist dick und reich an Farbstoffen. Auffällig sind zudem die relativ grossen Kerne. Da Schalen und Kerne im Verhältnis zum Fruchtfleisch einen hohen Anteil besitzen, gelangen während der Maischegärung viele Tannine und Farbpigmente in den Wein.
Im Weinberg gilt Oseleta als wenig ertragreich. Diese Eigenschaft war historisch ein wesentlicher Grund für ihren Rückgang. Die Rebe produziert nicht nur geringe Mengen, sondern ergibt beim Pressen auch weniger Saft. Für qualitätsorientierte Produzenten kann gerade diese natürliche Konzentration jedoch von Vorteil sein. Die Beeren liefern intensiven Most und ermöglichen Weine mit hoher Dichte und ausgeprägter Struktur.
Oseleta reift vergleichsweise spät. Eine lange Vegetationsperiode unterstützt die Entwicklung reifer Tannine und komplexer Aromen. Geeignete Hanglagen mit guter Sonneneinstrahlung und ausreichender Belüftung sind deshalb besonders wichtig. Werden die Trauben zu früh gelesen, können die Gerbstoffe hart und grün wirken. Bei vollständiger Reife zeigen sie dagegen Kraft, feine Bitterstoffe und ein langes, festes Finale.
Farblich präsentieren sich Oseleta-Weine meist in einem tiefen Rubinrot bis Violettrot. Junge Weine können beinahe undurchdringlich wirken. In der Nase dominieren häufig dunkle Früchte wie Brombeeren, Heidelbeeren, Schwarzkirschen und Pflaumen. Dazu kommen würzige Noten von schwarzem Pfeffer, Wacholder, Nelken oder mediterranen Kräutern. Je nach Boden, Reife und Ausbau können auch mineralische, erdige, balsamische oder leicht rauchige Nuancen auftreten.
Mit zunehmender Reife entwickeln sich komplexere Aromen. Getrocknete Früchte, Tabak, Leder, Kakao, Kaffee, Unterholz und dunkle Gewürze können in den Vordergrund treten. Bei Weinen aus angetrockneten Trauben erscheinen oft zusätzlich Noten von Dörrpflaumen, Rosinen, eingelegten Kirschen und süssen Gewürzen.
Am Gaumen besitzt Oseleta typischerweise eine ausgeprägte Tanninstruktur. Die Gerbstoffe können in jungen Weinen sehr präsent sein. Eine lebendige Säure verleiht Frische und verhindert, dass die hohe Konzentration schwerfällig wirkt. Der Körper reicht je nach Vinifikation von mittelkräftig bis sehr kraftvoll. Der Abgang ist häufig lang, würzig und leicht herb.
Die Rebsorte eignet sich gut für einen längeren Ausbau in Holzfässern. Dabei ist ein sorgfältiger Umgang mit neuem Holz entscheidend. Oseleta verfügt zwar über genügend Struktur, um längere Reifezeiten zu tragen, ihr eigenständiger Charakter kann jedoch durch dominante Röstaromen überdeckt werden. Grössere Holzfässer oder eine Kombination aus gebrauchten Barriques und grösseren Gebinden bewahren häufig mehr Frucht und regionale Identität.
In Cuvées wirkt Oseleta wie ein strukturgebender Bestandteil. Sie erhöht die Farbintensität und kann den Wein tanninreicher, würziger und langlebiger machen. Corvina bringt dagegen häufig duftige Kirscharomen und eine charakteristische Frische ein, während Rondinella traditionell zur Farbe und zur Eignung für das Appassimento beiträgt. Oseleta ergänzt dieses Zusammenspiel mit dunkler Frucht und festem Gerüst.
Reinsortige Oseleta-Weine sind anspruchsvoller. Sie zeigen die kompromisslose Seite der Traube und benötigen oft Zeit, Luft oder eine passende Speisebegleitung. Junge Flaschen profitieren häufig vom Dekantieren. Gereifte Weine können dagegen eine komplexe Balance zwischen dunkler Frucht, Säure, Tannin und würzigen Reifearomen entwickeln.
Der Begriff vegane Oseleta-Weine bezieht sich nicht auf die Rebsorte selbst, sondern auf die Verarbeitung im Keller. Wein ist ein pflanzliches Produkt, kann bei der Schönung jedoch mit Hilfsmitteln tierischen Ursprungs behandelt werden. Dazu gehören beispielsweise Eiweiss, Gelatine oder Kasein. Werden ausschliesslich mineralische oder pflanzliche Alternativen eingesetzt oder wird vollständig auf eine entsprechende Schönung verzichtet, kann der Wein vegan produziert werden. Eine verlässliche Aussage ist nur anhand der Angaben des jeweiligen Produzenten oder einer entsprechenden Zertifizierung möglich.
Dasselbe gilt für biologische Oseleta-Weine. Eine autochthone Rebsorte ist nicht automatisch biologisch. Für zertifizierte biologische Oseleta-Weine müssen die vorgeschriebenen Regeln für den Weinbau und die Kellerarbeit eingehalten werden. Wer biologische Oseleta-Weine online kaufen möchte, sollte deshalb auf eine klar ausgewiesene Bio-Zertifizierung und transparente Produzenteninformationen achten.
Kulinarische Begleiter zu Oseleta-Weinen
Das Food Pairing zu Oseleta-Weinen orientiert sich an ihrer kräftigen Struktur, den ausgeprägten Tanninen und der dunklen Frucht. Besonders gut passen Gerichte mit ausreichend Fett, Eiweiss und aromatischer Tiefe. Diese Bestandteile mildern die Gerbstoffe und lassen den Wein runder erscheinen.
Klassische Fleischgerichte aus Venetien sind naheliegende Begleiter. Ein Brasato all’Amarone, also langsam in Amarone geschmortes Rindfleisch, greift die regionale Herkunft unmittelbar auf. Die intensive Sauce, das zarte Fleisch und die süsslich-würzigen Noten harmonieren mit der dunklen Frucht und den kräftigen Tanninen eines reinsortigen Oseleta-Weins oder einer Oseleta-geprägten Cuvée.
Auch Pastissada de caval, ein traditionelles Veroneser Schmorgericht, besitzt genügend Würze und Tiefe. Das Fleisch wird lange mit Wein, Gemüse und Gewürzen gegart. Die konzentrierte Sauce verbindet sich gut mit der Struktur der Rebsorte. Ebenso passend sind Rinderschmorbraten, Ossobuco, Lammhaxe und langsam gegartes Wild.
Bei gegrilltem Fleisch entfaltet Oseleta ebenfalls ihre Stärken. Rindsentrecôte, Tagliata, Lammkoteletts oder Wildschwein vom Grill nehmen die würzigen und leicht rauchigen Noten des Weins auf. Röstaromen schaffen eine Brücke zu einem Ausbau im Holzfass. Kräuter wie Rosmarin, Salbei, Thymian und Wacholder ergänzen das aromatische Profil.
Wildgerichte zählen zu den überzeugendsten Kombinationen. Hirschragout, Rehpfeffer, Wildschwein mit Polenta oder Entenbrust mit dunkler Fruchtsauce besitzen genügend Intensität, um neben dem Wein zu bestehen. Besonders stimmig sind Saucen mit Kirschen, Pflaumen, Brombeeren oder Wacholder, da sie typische Aromen der Oseleta aufnehmen.
Eine regionale Begleitung ist Polenta, die in Venetien traditionell zu zahlreichen Fleisch- und Pilzgerichten serviert wird. Cremige Polenta mildert die Tannine und bildet eine ruhige Grundlage für kräftige Saucen. Polenta mit geschmortem Rind, Pilzen oder gereiftem Käse passt deshalb ausgezeichnet.
Auch Risotto kann eine passende Verbindung schaffen. Ein Risotto all’Amarone greift mit seiner tiefroten Farbe und seiner weinigen Würze die regionale Stilistik auf. Risotto mit Steinpilzen, Radicchio oder kräftigem Käse harmoniert ebenfalls, sofern der Wein nicht übermässig konzentriert oder alkoholreich ausfällt.
Zu gereiftem Käse bietet Oseleta zahlreiche Möglichkeiten. Monte Veronese in einer älteren Reifestufe ist eine besonders regionale Wahl. Ebenso passen Parmigiano Reggiano, Grana Padano, Pecorino stagionato oder ein reifer Asiago. Salz, Fett und Umami lassen die Gerbstoffe weicher erscheinen und betonen die Frucht des Weins.
Bei vegetarischen Gerichten sind kräftige Zubereitungen erforderlich. Gebratene Steinpilze, Auberginen aus dem Ofen, Linsen mit Wurzelgemüse, Polenta mit Pilzragout oder ein Risotto mit Radicchio können gut funktionieren. Gerichte mit geräucherten Zutaten, dunklen Saucen oder gereiftem Hartkäse besitzen meist genügend aromatische Substanz.
Ein reinsortiger Oseleta-Wein wird idealerweise nicht zu leichten Vorspeisen, mildem Fisch oder dezenten Gemüsegerichten serviert. Die intensive Tanninstruktur könnte solche Speisen überdecken. Geeigneter sind reichhaltige, würzige und langsam gegarte Speisen, die dem Wein genügend aromatische Tiefe entgegensetzen.
Die Serviertemperatur sollte bei kräftigen Oseleta-Weinen ungefähr zwischen 16 und 18 Grad liegen. Zu warm serviert kann der Alkohol dominieren, während eine zu tiefe Temperatur die Tannine härter erscheinen lässt. Junge reinsortige Weine profitieren häufig von ein bis zwei Stunden Luft. Gereifte Flaschen sollten vorsichtig dekantiert werden, damit vorhandenes Depot entfernt wird, ohne die feinen Reifearomen durch übermässigen Sauerstoffkontakt zu beeinträchtigen.
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Oseleta steht für eine besonders seltene Seite des italienischen Weinbaus. Die Traube stammt aus Venetien und ist eng mit der Valpolicella und der Provinz Verona verbunden. Sie war beinahe verschwunden, bevor engagierte Produzenten ihr Potenzial erneut erkannten und die alten Rebbestände vermehrten. Heute verleiht sie bekannten Weinen wie Amarone, Ripasso und Valpolicella zusätzliche Farbe, Würze und Struktur. Daneben entstehen in kleinen Mengen reinsortige Weine mit ausgeprägtem Charakter.
Die besten Oseleta-Weine online zu kaufen, eröffnet den Zugang zu einer Rebsorte, die im klassischen Weinhandel nur selten zu finden ist. Das Angebot umfasst sowohl sortenreine Raritäten als auch hochwertige Cuvées aus Venetien. Bei der Auswahl lohnt sich ein Blick auf Herkunft, Jahrgang, Vinifikation und Ausbau. Auch der Anteil der Oseleta innerhalb einer Cuvée kann Hinweise auf die Stilistik geben.
Reinsortige Weine sind meist dunkel, tanninreich und langlebig. Sie eignen sich für Liebhaber kraftvoller Rotweine und können von zusätzlicher Flaschenreife profitieren. Cuvées mit einem kleineren Anteil Oseleta wirken häufig zugänglicher, behalten aber die typische würzige Tiefe und das feste Rückgrat der Sorte.
Biologische Oseleta-Weine ergänzen das Sortiment um Erzeugnisse aus zertifiziert ökologischem Anbau. Da die Rebsorte nur auf kleinen Flächen wächst, wechseln verfügbare Weine und Jahrgänge regelmässig. Ein sorgfältig kuratiertes Angebot ermöglicht es, unterschiedliche Ausprägungen der Sorte kennenzulernen und gleichzeitig familiengeführte Weingüter aus Venetien zu entdecken.
Oseleta Wein online zu bestellen ist besonders praktisch, da seltene Abfüllungen unabhängig vom Standort verglichen werden können. Ausführliche Angaben zu Produzent, Region, Rebsortenanteil, Ausbau und Speisebegleitung erleichtern die Auswahl. Eine fachgerechte Lagerung und ein sicherer Versand sorgen dafür, dass die Flaschen geschützt zu Hause eintreffen.
Oseleta Wein online zu kaufen bedeutet, einen fast vergessenen Teil der Veroneser Weingeschichte zu entdecken. Die Sorte verbindet alte regionale Traditionen mit dem modernen Interesse an autochthonen Rebsorten und handwerklich erzeugten Weinen. Ihre dunkle Frucht, ihre würzige Tiefe und ihre markante Tanninstruktur machen Oseleta zu einer eigenständigen Alternative zu bekannteren Rotweinen aus Venetien.
Ob als reinsortige Spezialität, als strukturgebender Bestandteil eines Amarone oder als charaktervolle Ergänzung in einem Valpolicella Ripasso: Oseleta bringt Herkunft, Seltenheit und Persönlichkeit ins Glas. Hochwertige Oseleta-Weine eignen sich für besondere Mahlzeiten, für eine längere Lagerung und für Weinsammlungen, in denen die weniger bekannten Rebsorten Italiens einen festen Platz erhalten sollen.

