CHF 55.00
Sofort verfügbar, Lieferzeit: 3-5 Arbeitstage
| Produzent: | Andrea Oberto |
|---|---|
| Alkohol: | 14.5 % |
| Jahrgang: | 2021 |
| Trinkreife: | warten > 5 Jahre |
| Denominazione: | DOCG |
| Region: | Piemont |
| Traubensorten: | Nebbiolo |
| Anzahl Rebsorten: | Reinsortig |
| Appellation: | Barolo |
| Flaschengrösse: | 75 cl |
| Serviertemperatur: | 18° C |
Der Barolo Albarella von Andrea Oberto stammt aus der gleichnamigen, geografisch abgegrenzten Weinlage im Barolo-Gebiet. Die aus Nebbiolo gekelterte Einzellagenabfüllung besitzt damit eine klar definierte Herkunft. Der Produzent beschreibt einen nach Südwesten ausgerichteten Weinberg mit tonhaltigem Boden. Die Reben werden im klassischen Guyot-System erzogen, wobei durch das Ausdünnen der Trauben die Erträge reguliert werden. Der Ausbau erfolgt in Eichenfässern und Barriques.
Im Glas präsentiert sich der Albarella in einem leuchtenden Granatrot mit feinen orangefarbenen Reflexen. Sein Duft ist voll und ausdrucksstark, geprägt von Chinarinde, Pfeifentabak und getrockneten Blüten. Diese ungewöhnliche aromatische Verbindung verleiht dem Wein einen eigenständigen Charakter. Am Gaumen zeigt der Barolo eine kraftvolle, gut aufgebaute Struktur, die von einer lebendigen Säure getragen wird. Sie verleiht dem Wein Frische und bildet einen reizvollen Gegenpol zu seiner Dichte und Würze. Der Albarella verbindet damit Substanz und Eleganz, ohne seinen markanten Charakter zu verlieren. Besonders gut begleitet er piemontesische Schmorgerichte wie Brasato, Braten, Wild und geschmacksintensive, gereifte Käsesorten.
Helle Granatfarbe, nur leicht verschleiert durch orangefarbene Nuancen. Die Nase ist fleischig, mit deutlichen Noten von Chinarinden, Tabak und Trockenblumen. Der Geschmack unterstreicht Struktur und Kraft, gedämpft und versüßt durch eine säurehaltige Ader, die ihn angenehm trinkbar macht.
Nach einer etwa 15tägigen Maischegärung wird der Wein in neue, französische Barriques gefüllt, wo er die malolaktische Gärung durchführt und anschliessend für 2 Jahre reift. Durch den Abzug von etwa 15% des Mostes während der alkoholischen Gärung erhöht sich die Intensität von Aromastoffen, Farbstoffen und Tanninen.
Das Weingut Andrea Oberto ist in La Morra zu Hause, einer der Gemeinden des Barolo-Gebiets in den piemontesischen Langhe. Seine Geschichte beginnt 1959 mit einer Cascina, die Andreas Vater kaufte. Der Bauernhof war kein reiner Weinbaubetrieb: Neben den Reben gehörten Pfirsichbäume und Vieh zur Landwirtschaft. Die Arbeiten wurden innerhalb der Familie aufgeteilt, denn auf dem Hof musste jeder mit anpacken. Aus diesen Anfängen entstand Schritt für Schritt ein Weingut, das sich ganz den Weinen seiner Herkunft widmet.
Andrea Oberto kannte den Alltag der Landwirtschaft von klein auf, verliess das Familienunternehmen aber zunächst, um ausserhalb des Hofs zu arbeiten. Nach dem unerwarteten Tod seines Vaters kehrte er nach La Morra zurück. 1978 übernahm er die Verantwortung für das Erbe seiner Eltern und richtete den Betrieb zunehmend auf den Weinbau aus. Der Weg von der gemischten Landwirtschaft zur eigenen Weinproduktion war keine abrupte Neugründung, sondern eine Weiterentwicklung dessen, was die Familie seit 1959 aufgebaut hatte. Ein sichtbarer Meilenstein war 2003 die Einrichtung einer eigenen Kellerei.
Die Familie blieb ein wichtiger Teil des Unternehmens. Andrea wird von seiner Frau Ornella und der gemeinsamen Tochter Sara unterstützt. Auch sein Sohn Fabio war über zwei Jahrzehnte im Weingut tätig und arbeitete an der Seite seines Vaters. Später verfolgte Fabio mit La Collina di Dioniso und einem eigenen Weinbaubetrieb einen selbstständigen Weg. Die Geschichte dieser beiden Generationen zeigt, wie die Arbeit im Weinberg und im Keller innerhalb einer Familie weitergegeben werden kann, auch wenn daraus eigenständige Unternehmen entstehen.
Die Rebberge liegen überwiegend in La Morra, weitere Flächen befinden sich nach Angaben der örtlichen Winzervereinigung in Barolo, Alba und Cherasco. Die traditionellen roten Rebsorten der Langhe bestimmen die Ausrichtung des Weinguts. Nebbiolo bildet die Grundlage für Barolo DOCG und Langhe Nebbiolo DOC. Dazu kommen Barbera und Dolcetto, die als Barbera d’Alba DOC und Dolcetto d’Alba DOC abgefüllt werden. So entstehen Weine, die verschiedene Seiten der piemontesischen Weinlandschaft zeigen, ohne sich auf eine einzige Herkunftsbezeichnung zu beschränken.
Besondere Bedeutung haben die Barolo-Lagen Rocche dell’Annunziata und Albarella. Ihre Namen stehen auf eigenständigen Abfüllungen und machen die Herkunft einzelner Rebberge sichtbar. Gerade im Barolo-Gebiet ist diese Unterscheidung wesentlich: Die Rebsorte Nebbiolo verbindet die Weine, doch die jeweilige Lage gibt ihnen eine genauere geografische Identität. Neben diesen Weinen aus benannten Lagen gehören auch ein Barolo ohne einzelne Lagenbezeichnung und andere Rotweine aus den Langhe zum Spektrum des Weinguts.
Im Weinberg kommt das klassische Guyot-System zum Einsatz. Der Produzent dokumentiert zudem das Ausdünnen der Trauben an einzelnen Rebstöcken und eine sorgfältige Auswahl des Leseguts. Hinter diesen Begriffen steckt regelmässige Arbeit: Rebschnitt, Ertragsregulierung und Selektion bestimmen mit, welche Trauben schliesslich in die Kellerei gelangen. Beim Ausbau verwendet Andrea Oberto je nach Wein unterschiedliche Gebinde aus Eichenholz, darunter grössere Fässer und Barriques. So verbindet sich die lange Familiengeschichte mit einer nachvollziehbaren Arbeitsweise, die im Rebberg beginnt und im Keller weitergeführt wird.






