CHF 37.50
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| Produzent: | Andrea Oberto |
|---|---|
| Alkohol: | 15 % |
| Jahrgang: | 2022 |
| Trinkreife: | bereit + 5-8 Jahre |
| Denominazione: | DOC |
| Region: | Piemont |
| Traubensorten: | Barbera |
| Anzahl Rebsorten: | Reinsortig |
| Flaschengrösse: | 75 cl |
Giada ist die kraftvolle Interpretation der Barbera d’Alba von Andrea Oberto. Die Trauben stammen aus La Morra, wo die Reben auf kalk- und tonhaltigen Böden mit südöstlicher Ausrichtung wachsen. Der Weinberg wird im klassischen Guyot-System bewirtschaftet, wobei die Traubenmenge durch gezieltes Ausdünnen begrenzt wird. Diese Arbeit im Rebberg gehört ebenso zur Identität des Giada wie sein ausgeprägter Ausbau im Holz.
Für die Reifung setzt Andrea Oberto auf neues Eichenholz. Im Glas zeigt der Giada ein intensives Rubinrot mit violetten Reflexen. Sein Duft verbindet getrocknete Pflaumen und wilde Brombeeren mit Noten von geröstetem Espresso und Pfeifentabak. Die Aromatik ist konzentriert, bleibt aber vielschichtig und ausgewogen. Am Gaumen wirkt der Wein dicht und kraftvoll, getragen von geschmeidigen Tanninen und einem langen, trockenen Abgang. Trotz seiner Intensität bewahrt er eine bemerkenswerte Balance zwischen Frucht, Röstaromen und Struktur. Dieser charaktervolle Barbera begleitet traditionelle piemontesische Pastagerichte wie Agnolotti und Tajarin ebenso wie kräftige Vorspeisen und Gerichte mit rotem Fleisch.
Der Giada ist intensiv beerig, dicht und kräftig ohne Eleganz oder Frische vermissen zu lassen.
Die malolaktische Gärung findet im Barrique statt, ebenso der folgende Ausbau für 14 Monate. Nachdem der Wein noch einmal 6 Monate im Stahltank ruht, kommt er in den Handel.
Das Weingut Andrea Oberto ist in La Morra zu Hause, einer der Gemeinden des Barolo-Gebiets in den piemontesischen Langhe. Seine Geschichte beginnt 1959 mit einer Cascina, die Andreas Vater kaufte. Der Bauernhof war kein reiner Weinbaubetrieb: Neben den Reben gehörten Pfirsichbäume und Vieh zur Landwirtschaft. Die Arbeiten wurden innerhalb der Familie aufgeteilt, denn auf dem Hof musste jeder mit anpacken. Aus diesen Anfängen entstand Schritt für Schritt ein Weingut, das sich ganz den Weinen seiner Herkunft widmet.
Andrea Oberto kannte den Alltag der Landwirtschaft von klein auf, verliess das Familienunternehmen aber zunächst, um ausserhalb des Hofs zu arbeiten. Nach dem unerwarteten Tod seines Vaters kehrte er nach La Morra zurück. 1978 übernahm er die Verantwortung für das Erbe seiner Eltern und richtete den Betrieb zunehmend auf den Weinbau aus. Der Weg von der gemischten Landwirtschaft zur eigenen Weinproduktion war keine abrupte Neugründung, sondern eine Weiterentwicklung dessen, was die Familie seit 1959 aufgebaut hatte. Ein sichtbarer Meilenstein war 2003 die Einrichtung einer eigenen Kellerei.
Die Familie blieb ein wichtiger Teil des Unternehmens. Andrea wird von seiner Frau Ornella und der gemeinsamen Tochter Sara unterstützt. Auch sein Sohn Fabio war über zwei Jahrzehnte im Weingut tätig und arbeitete an der Seite seines Vaters. Später verfolgte Fabio mit La Collina di Dioniso und einem eigenen Weinbaubetrieb einen selbstständigen Weg. Die Geschichte dieser beiden Generationen zeigt, wie die Arbeit im Weinberg und im Keller innerhalb einer Familie weitergegeben werden kann, auch wenn daraus eigenständige Unternehmen entstehen.
Die Rebberge liegen überwiegend in La Morra, weitere Flächen befinden sich nach Angaben der örtlichen Winzervereinigung in Barolo, Alba und Cherasco. Die traditionellen roten Rebsorten der Langhe bestimmen die Ausrichtung des Weinguts. Nebbiolo bildet die Grundlage für Barolo DOCG und Langhe Nebbiolo DOC. Dazu kommen Barbera und Dolcetto, die als Barbera d’Alba DOC und Dolcetto d’Alba DOC abgefüllt werden. So entstehen Weine, die verschiedene Seiten der piemontesischen Weinlandschaft zeigen, ohne sich auf eine einzige Herkunftsbezeichnung zu beschränken.
Besondere Bedeutung haben die Barolo-Lagen Rocche dell’Annunziata und Albarella. Ihre Namen stehen auf eigenständigen Abfüllungen und machen die Herkunft einzelner Rebberge sichtbar. Gerade im Barolo-Gebiet ist diese Unterscheidung wesentlich: Die Rebsorte Nebbiolo verbindet die Weine, doch die jeweilige Lage gibt ihnen eine genauere geografische Identität. Neben diesen Weinen aus benannten Lagen gehören auch ein Barolo ohne einzelne Lagenbezeichnung und andere Rotweine aus den Langhe zum Spektrum des Weinguts.
Im Weinberg kommt das klassische Guyot-System zum Einsatz. Der Produzent dokumentiert zudem das Ausdünnen der Trauben an einzelnen Rebstöcken und eine sorgfältige Auswahl des Leseguts. Hinter diesen Begriffen steckt regelmässige Arbeit: Rebschnitt, Ertragsregulierung und Selektion bestimmen mit, welche Trauben schliesslich in die Kellerei gelangen. Beim Ausbau verwendet Andrea Oberto je nach Wein unterschiedliche Gebinde aus Eichenholz, darunter grössere Fässer und Barriques. So verbindet sich die lange Familiengeschichte mit einer nachvollziehbaren Arbeitsweise, die im Rebberg beginnt und im Keller weitergeführt wird.






