CHF 19.80
% Regulärer Preis: CHF 22.50 (12% gespart)
Sofort verfügbar, Lieferzeit: 3-5 Arbeitstage
| Produzent: | Rivera |
|---|---|
| Jahrgang: | 2020 |
| Trinkreife: | bereit + 5-8 Jahre |
| Denominazione: | DOCG |
| Region: | Apulien |
| Traubensorten: | Montepulciano , Nero di Troia |
| Anzahl Rebsorten: | Assemblage |
| Flaschengrösse: | 75 cl |
| Serviertemperatur: | 14-16° C |
Il Falcone von Rivera gehört zu den traditionsreichen Rotweinen des Castel del Monte. Sein Name erinnert an Kaiser Friedrich II. und dessen Leidenschaft für die Falknerei. Die von ihm errichtete Burg Castel del Monte gab später auch dem Weinbaugebiet seinen Namen. Für den Rosso Riserva DOCG wählt Rivera Trauben aus Weinbergen in den Hügeln der Murgia aus. Auf kalkhaltigen, teilweise tuffartigen Böden wachsen Nero di Troia und Montepulciano. Nero di Troia prägt die Cuvée mit Charakter und Struktur, während Montepulciano für zusätzliche Geschmeidigkeit sorgt.
Nach der Maischegärung in Edelstahltanks reift Il Falcone in französischer Eiche, teils in grossen Fässern und teils in kleineren Holzgebinden. Eine längere Flaschenreife folgt vor der Freigabe. Im Glas zeigt sich ein leuchtendes Granatrot. Das vielschichtige Bouquet verbindet reife Waldbeeren mit Leder, Tabak und Gewürzen. Am Gaumen wirkt der Wein komplex und ausgewogen, mit feinen Tanninen und einem langen Nachhall. Die Verbindung von kräftiger Struktur und gereifter Aromatik macht ihn zu einem passenden Begleiter von Braten, Wildgerichten, geschmortem Fleisch oder gereiftem Käse.
Zwischen den Ausläufern der Alta Murgia und der Adriaküste liegt bei Andria das Weingut Rivera. Die Weinberge erstrecken sich über die kalkhaltigen Hügel rund um Castel del Monte, die achteckige Burg Friedrichs II., die der Weinregion ihren Namen gab. Die Geschichte von Rivera ist zugleich die Geschichte der Familie de Corato: Vier Generationen haben den Betrieb geprägt und die Möglichkeiten des Weinbaus im Norden Apuliens auf unterschiedliche Weise weiterentwickelt.
Den Anfang machte Giuseppe de Corato. Im Jahr 1921 erwarb er ein weitläufiges Anwesen, das zuvor über Jahrhunderte der adeligen Familie Rivera aus den Abruzzen gehört hatte. Aus dem Landgut entwickelte er einen Betrieb für Weinbau und Olivenanbau. Der historische Name blieb bestehen, doch mit der Familie de Corato begann ein neues Kapitel. Ende der 1940er-Jahre gründete Giuseppes Sohn Sebastiano in den bestehenden Kellerräumen die Kellerei Rivera. Er erkannte das Potenzial der Weinberge rund um Castel del Monte und setzte darauf, Weine mit einem eigenständigen apulischen Herkunftscharakter zu erzeugen.
In den 1970er-Jahren führte sein Sohn Carlo de Corato den Betrieb in eine neue Phase. Er erprobte Veränderungen im Weinberg und modernisierte die Weinbereitung. Die Verbindung von überlieferten Rebsorten und neuen önologischen Möglichkeiten wurde zu einem wichtigen Teil der Entwicklung. Heute führen Carlos Söhne Sebastiano und Marco de Corato die Arbeit in vierter Generation fort. Carlo ist weiterhin beteiligt. Mit dem beratenden Önologen Marco Bernabei und dem Produktionsleiter Angelo Mauriello arbeitet die Familie eng zusammen.
Das Herzstück des Weinguts sind seine Rebberge auf den Hochflächen der Murgia. Die Parzellen Rivera, Torre di Bocca, Tafuri und Monte Carafa liegen zwischen etwa 180 und 250 Metern über Meer. Hier bestimmen kalkhaltige, teilweise tuffartige Böden marinen Ursprungs die Landschaft. Höher oben, auf rund 350 Metern, liegt Lama dei Corvi. Für die Anlage dieses Weinbergs musste der felsige Kalkuntergrund aufgebrochen werden. Dazu kommen die aus nördlicher Richtung von der Adria einströmenden Winde, die das Weinbaugebiet prägen.
Rivera widmet sich insbesondere den Rebsorten der Region. Nero di Troia, Aglianico, Montepulciano und Bombino Nero wachsen neben weissen Trauben wie Bombino Bianco und Fiano. Die Arbeit in den Rebbergen richtet sich nach den unterschiedlichen Böden und Lagen. Der Betrieb verwendet Guyot- und Kordonerziehung, arbeitet mit vergleichsweise dichter Bepflanzung und begrenzten Erträgen. Für die eigenen Weinberge und die daraus bereiteten Weine weist Rivera seit dem Jahrgang 2020 eine Zertifizierung nach dem italienischen System SQNPI für integrierte Produktion aus.
Auch die Kellerei erzählt von dieser Entwicklung. In den historischen, aus dem späten 19. Jahrhundert stammenden unterirdischen Räumen reifen Rotweine in grossen Fässern und Barriques aus französischer Eiche. Verglaste Betontanks aus einer späteren Ausbauphase werden weiterhin genutzt. Eine moderne Vinifikationsanlage mit Edelstahltanks ergänzt die alten Keller. Nicht jedes Verfahren kommt bei jedem Wein zum Einsatz: Die unterschiedlichen Gefässe gehören zu einer breiten Palette von Weinstilen, von frischen, früh zugänglichen Weinen bis zu strukturierten Riserva-Abfüllungen.
Mit dieser Vielfalt bleibt Rivera fest im Gebiet Castel del Monte verwurzelt und blickt zugleich über dessen Grenzen hinaus auf andere Weinherkünfte Apuliens. Besonders die Arbeit mit Nero di Troia und die Geschichte der Familie de Corato machen deutlich, wie eng bei Rivera Menschen, Reben und Landschaft miteinander verbunden sind.





